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Das Schleifen von Schnittwerkzeugen

Zusammenfassung

Das Schleifen ist der letzte Arbeitsgang am fertigen Werkzeug. Wird dieses unsachgemäß durchgeführt, so sind sämtliche bisher aufgewendeten Kosten umsonst gewesen. Bei harten Werkzeugstählen sowie hochlegierten Sonderstählen, die infolge ihrer Legierungsbestandteile eine schlechte Wärmeableitung aufweisen, äußert sich das Verbrennen des Werkstückes in Form der gefürchteten Schleifrisse. Deshalb sind örtliche Erhitzungen des zu schleifenden Stahles infolge ungenügender Kühlung oder zu großen Vorschubes bzw. zu großen Scheibendruckes oder ungeeigneter Scheibenqualität zu vermeiden. Abb.520 und 521 zeigen typische Schleifrißbilder. Es muß dabei nicht immer ein Netz sich unter 90° kreuzender Linien nach Abb. 521 auftreten, auch ein unregelmäßiges Netz zusammenhängender Oberflächenrisse nach Abb. 520 spricht für den gleichen Befund. Ferner kann durch Erwärmung beim Schleifen an gehärteten Teilen die sogenannte „weiche Schleifhaut“ infolge Anlaßwirkung auftreten. Sie ist derart erkennbar, daß eine neue Feile auf der Oberfläche haftet bzw. klebt. Ferner werden die fraglichen Stellen nach Ätzen mittels alkoholischer Salpetersäure (4% zu je 32% Äthyl-, Amyl- und Methylalkohol) dunkel gefärbt. Die äußere Form dieser Flecken gestattet zuweilen Rückschlüsse dahingehend, ob es sich um Schleif- oder verschleißbedingte bzw. Lauffehler handelt.

Literatur

  1. 2.
    Opitz u. Vits, Aachen: Schleifvorgang und Schleifflüssigkeit. Dtsche. Kraftfahrforschung 1942, H. 65.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag OHG., Berlin/Göttingen/Heidelberg 1957

Authors and Affiliations

  • Kaiser

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