Allgemeine Grundlagen der hinsichtlich der Pflege und Ernährung Neugeborener aufzustellenden Forderungen

  • Th. von Jaschke
Part of the Deutsche Frauenheilkunde book series (DFHK, volume 3)

Zusammenfassung

Wenn die bisherigen Erörterungen versucht haben, einen möglichst genauen, natürlich nach klinischen Bedürfnissen zugeschnittenen Überblick über die (anatomischen und) funktionellen Besonderheiten des Neugeborenen zu geben, so sollte damit nur der feste Grund gelegt werden, auf dem einzig und allein eine rationelle Pflege des Neugeborenen aufgebaut werden kann. Einen besonders wichtigen Teil derselben macht natürlich die Technik der Ernährung aus. Um Wiederholungen und Abschweifungen in den folgenden Kapiteln zu vermeiden, scheint es uns zweckmäßig, wieder die Erörterung der allgemeinen Prinzipien der Pflege und Ernährung, die sich aus der Physiologie des Neugeborenen zwanglos herauskristallisieren lassen, voranzustellen und die speziellen Vorschriften besonderen Kapiteln vorzubehalten. Wenn dadurch die Darstellung etwas weitläufiger wird, so scheint mir doch, als würde eine leichtere Lesbarkeit erreicht, wenn die speziellen Vorschriften nicht erst wieder begründet werden müssen.

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Literatur

  1. 1.
    Vgl. Stat. Jahrb. f. d. Deutsche Reich, 36. Jahrg. 1915 u. 44. Jahrg. 1924.Google Scholar
  2. 2.
    Fri edr. Prinzing, Handb. d. med. Statistik, Jena 1906. Auf dieses ausgezeichnete Werk sei zu weiterer Orientierung ausdrücklich verwiesen. Literatur.Google Scholar
  3. 3.
    Statist. Jahrb. f. d. Deutsche Reich, 36. Jahrg. 1915 u. 44. Jahrg. 1924/25.Google Scholar
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  5. 2.
    Arch. f. Gyn. Bd. 90, 1910.Google Scholar
  6. 1.
    Vgl. Prinzing, 1. c. S. 298.Google Scholar
  7. 1.
    Monatsschr. f. Geburtsh. Bd. 28, 1909.Google Scholar
  8. 2.
    Näheres in des Verf. eben zitierter Arbeit, ferner bei Prinzing 1. c. und bei Husler in v. Pfaundler-Schloßmanns 1-Iandb. d. Kinderheilkunde. Bd. 1, 3. Aufl. u. a.Google Scholar
  9. 3.
    Nach Keller (Säuglingssterblichkeit und Säuglingsfürsorge, Zentralbl. f. allg. Gesundheitspfl. 1903) ist dieser Prozentsatz viel größer. Nach ihm kommen von den Todesfällen im 1. Jahr 70–80 0/0 auf Ernährungsstörungen. Damit stimmen auch Nachforschungen überein, die — allerdings an kleinem Material — an der Heidelberger Frauenklinik angestellt wurden (vgl. Schabort, Monatsschr. f. Geburtsh. u. Gynäkol. Bd. 24, S. 42ff.).Google Scholar
  10. 1.
    Auch die neuesten Angaben zeigen, daß im Jahre 1912 weitaus die größte Zahl der Todesfälle unter einem Jahre (36 939) auf Magendarmkatarrhe und Brechdruchfall kam.Google Scholar
  11. 1.
    Hier ist jedenfalls ein Punkt, wo die Geburtshelfer allesamt berufen sind, an den Bestrebungen der Gesellschaft für Bevölkerungspolitik tätigen und wichtigen Anteil zu nehmen.Google Scholar
  12. 2.
    Eseherich: Über Ursachen und Bekämpfung der Säuglingssterblichkeit. Das österreich. Sanitätswesen 1906, Nr. 37.Google Scholar
  13. 1.
    Riether, Das österreich. Sanitätswesen 1906, Nr. 37.Google Scholar
  14. 2.
    H. Cramer, Verhandl. d. Ges. d. Naturf. u. Ärzte 1900 (Aachen), 2. Teil, 2. Hälfte, S. 138f.Google Scholar
  15. 3.
    Ich denke hier z. B. an das vorbildliche Wirken von v. Reuß an der I. Univ.-Frauenklinik in Wien unter S c h a ú t a.Google Scholar
  16. 4.
    Schloßmann, Münch. med. Wochenschr. 1907, Nr. 1.Google Scholar
  17. 1.
    Zit. nach Husler in v. Pfaundler-Schloßmann,f Handb. d. Kinderheilk. 3. Aufl. Bd. 1, S. 56.Google Scholar
  18. 2.
    Näheres darüber in des Verf. zitierten Arbeit und bei vielen anderen.Google Scholar
  19. 3.
    Zeitschr. f. Hyg. 1905.Google Scholar
  20. 1.
    Vgl. Finkelstein, Schriften des deutschen Vereins für Armenpflege und Wohltätigkeit, H. 74, Leipzig 1905 und Tugendreich, Die Mutter-und Säuglingsfürsorge, Stuttgart 1910, S. 66ff.Google Scholar
  21. 2.
    Baginsky, 1. c., Heubner, Zeitschr. f. phys. u. diät. Therapie 1902.Google Scholar
  22. 1.
    Wassermann, Dtsch. med. Wochenschr. 1903, Nr. 1.Google Scholar
  23. 1.
    Pfaundler, iVlünch. med. Wochenschr. 1907, Nr. 1 u. 2.Google Scholar
  24. 1.
    Finkelstein, Kuhmilch als Ursache akuter Ernährungsstörungen bei Säuglingen. Monatsschr. f. Kinderheilk. 1905.Google Scholar
  25. 2.
    Ich wähle absichtlich diesen nichts antezipierenden Ausdruck.Google Scholar
  26. 1.
    Moro, Münch. med. Wochenschr. 1907, Nr. 45. •Google Scholar
  27. 2.
    Brüning, Wien. klin. Rundschau 1904, Nr. 27; ferner Münch. med. Wochenschr. 1905, Nr. B.Google Scholar
  28. 3.
    Für Einzelheiten sei auf die höchst interessanten Ausführungen in Hamburger, Arteigenheit und Assimilation (Wien 1902) hingewiesen.Google Scholar
  29. 1.
    An der Gültigkeit des Gesetzes wird meines Erachtens dadurch nichts geändert, daß bei konstitutionell minderwertigen Kindern zuweilen das Gedeihen geradezu erst eintritt, wenn statt der Frauenmilch künstliche Nahrung gereicht wird; ebensowenig dadurch, daß nach der Kolostralperiode natürlich nicht in jedem Falle die Milch der eigenen Mutter gerade die beste Frauenmilch sein wird, die es gibt.Google Scholar
  30. 2.
    Friedjung, Wien. klin. Wochenschr. 1907, Nr. 20.Google Scholar
  31. 3.
    Graßl, Soz. Med. u. Hyg. 1907, Bd. 1, H. 11 u. 12.Google Scholar
  32. 1.
    Näheres darüber bei Jasehke. Erkrankungen des weiblichen Genitales in Beziehung zur inneren Medizin, Bd. 1.Google Scholar
  33. 1.
    Dieselben sind bei Noeggerath (I. c.), S. 72 näher mitgeteilt.Google Scholar
  34. 1.
    v. Pfaundler-Schloßmanns Handb. d. Kinderheilk. 2. Aufl. Bd. 1, S. 325.Google Scholar
  35. 1.
    Die Kinder variolakranker Schwangerer erkranken oft schon in utero und werden mit Narben oder mit einem frischen Ausschlag geboren. Bekannt ist, daß der Geburtshelfer Mauriceau pockennarbig zur Welt kam.Google Scholar
  36. 2.
    Zit. nach Birk, Im Handbuch der inneren Medizin von Kraus-Brugsch Separatabdruck S. 382.Google Scholar
  37. 1.
    Vgl. Diskussion zwischen v. Behring und Flügge, Beiträge zur Klinik der Tuberkulose, Bd. 3, 1905, S. 84–122.Google Scholar
  38. 2.
    Ich verweise auf die exakten Untersuchungen von Noeggerath (1. c.) an 26 tuberkulösen Frauen.Google Scholar
  39. 1.
    Zeitschr. f. Hyg. Bd. 37, S. 456, 1907.Google Scholar
  40. 2.
    Vgl. darüber Kapitel Milchfehler.Google Scholar
  41. 1.
    Beherzigenswert scheinen mir besonders die Vorschläge von Sperk, Das österreich. Sanitätswesen 1906, Nr. 37.Google Scholar
  42. 2.
    Neumann, Deutsche med. Wochenschr. 1902, Nr. 44.Google Scholar
  43. 1.
    Ich verweise dafür auf meine zitierte Abhandlung (Monatsschr. f. Geb. u. Gyn., Bd. 28) und auf Agnes Bluhm (1. c.).Google Scholar
  44. 2.
    Jaschke, Monatsschr. f. Geb. u. Gyn. 1. c. u. Zentralbl. 1911. Nr. 1.Google Scholar
  45. 1.
    Cf. außerdem. A. Keller, Ergebnisse der Säuglingsfürsorge. Fortlaufende Einzelhefte über alle einschlägigen Fragen. Leipzig und Wien.Google Scholar
  46. A. Keller und Chr. J. Klumker, Säuglingsfürsorge und Kinderschutz in den europäischen Staaten. 2 Bde., Bd. 1 ist erschienen. Berlin 1912.Google Scholar
  47. G. Tugendreich, Die Mutter-und Säuglingsfürsorge. Stuttgart 1910. ( Reichliche Literaturangaben. )Google Scholar
  48. Agnes Bluhm, Stillfähigkeit und Stilldauer in Grotjahn und Kaup, Handwörterbuch der sozialen Hygiene. Bd. 2, 1912, S. 570 ff. -v. Schrenck, 1. c.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1927

Authors and Affiliations

  • Th. von Jaschke
    • 1
  1. 1.Universitäts-FrauenklinikGießenDeutschland

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