Der U-Bootkrieg und der verschärfte Handelskrieg

  • Otto Jöhlinger

Zusammenfassung

Daß einfache Repressalien gegen die Verstöße Englands wider das Völkerrecht in England wenig Eindruck machen, das hat man während des Krieges mehr als einmal beobachten können. Weder die Internierung der in Deutschland lebenden Engländer in Konzentrationslager als Gegenmaßregel gegen das englische Vorgehen, noch die sonstigen in Deutschland ergriffenen Maßregeln, wie Zwangsliquidation usw. haben in England irgendwelchen Einfluß auf die Form der Kriegführung gehabt. Das hat schon vor einem Jahrhundert Napoleon I. sehr richtig erkannt, indem er schrieb : „Die englische Regierung, die an ihren Vorrechten zur See mit so schlauer Hartnäckigkeit festhält, wie die römische Kurie an ihren religiösen Vorrechten, ließ lieber eine Menge ausgezeichneter und vornehmer Landsleute 10 Jahre lang im Kerker schmachten, als daß sie auf elende SeeSeeräuberei und Sitten, die formell als Recht gelten, in offizieller Form verzichtet hätte.“.

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Referenzen

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    Am 20. Oktober 1914 schrieb der Marine-Mitarbeiter der „Times“: Es liegt vollkommen innerhalb der Rechtsbe fug — niss e der Kr iegführenden, der neutralen Schiffahrt solche Seegebiete zu verschließen, in denen militärische Operationen ausgeführt werden.“Google Scholar
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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1918

Authors and Affiliations

  • Otto Jöhlinger
    • 1
    • 2
  1. 1.Norddeutschen Allgemen ZeitungDeutschland
  2. 2.Orientalischen SeminarBerliner UniversitätDeutschland

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