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Physiologie

  • August Ritter von Reuss
Part of the Enzyklopaedie der Klinischen Medizin book series (EKM)

Zusammenfassung

Das Gewicht des normalen reifen Kindes nach der Geburt beträgt nach den Angaben vieler Autoren im Durchschnitt etwa 3250 g bei Knaben und 3000 g bei Mädchen (Gundobin). Diese Mittelzahlen dürfen jedoch nicht in dem Sinn verallgemeinert werden, daß starke Abweichungen nach oben oder unten für etwas Pathologisches gehalten werden müssen. Die Grenzen des normalen Geburtsgewichts sind etwa durch die Zahlen 2600 und 4300 gegeben.

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Literatur

  1. 1).
    Nachtrag bei der Korrektur. Diese Behauptung kann nicht in vollem Umfang aufrecht erhalten werden. Man hat auch in den Nieren älterer Personen Harnsäureinfarkte gefunden, insbesondere als Folge von Leukämie. Nach M. B. Schmidt („Über Harnsäureinfarkte nach Zellzerfall“, Zentralbl. f. allg. Pathol. u. path. Anat., 24. 1913. 40 7) entstehen sie hierbei durch den Untergang zirkulierender Leukocyten; der. gesteigerte Abbau purinreichen Materials führt zu einer Vermehrung der Harnsäure im Blut und im Urin.Google Scholar
  2. 1).
    Nachtrag während der Korrektur. Sehr bemerkenswerte Befunde wurden jüngst von Ada Hirsch erhoben (Ges. f. innere Med. u. Kinderheilk. in Wien, 3. Juli 1913). Sie konnte mittelst der von Hymans v. d. Bergh und Snapper angegebenen kolorimetrischen Methode nachweisen, daß das Serum des Nabelschnurbluts stets auffallend hohe Bilirubinwerte aufweist, und daß der später erscheinende Ikterus um so rascher auftritt und um so intensiver wird, je höher der Bilirubingehalt des Nabelschnurblutes gewesen war. Diese Befunde gestatten den Schluß, daß alle Faktoren, welche erst nach der Geburt auf das Kind einwirken, nicht als primäre Ursache des Ikterus neonatorum angesehen werden dürfen. Weitere Untersuchungen zeigten, daß bei allen Kindern der Bilirubingehalt des Serums im Laufe des ersten Tages rasch ansteigt. Der Organismus scheint schon im Moment der Geburt reichliche Mengen von Gallenfarbstoff zu enthalten, die Ausschwemmung desselben ins Blut geht aber zum größten Teil erst nach der Geburt vor sich und muß wohl mit dem Einsetzen der extrauterinen Lebensvorgänge in Beziehung gebracht werden. Ob eine Imbibition der Gewebe mit Gallenfarbstoff, also Ikterus, auftritt, hängt davon ab, ob der Bilirubinwert im Serum ein bestimmtes Niveau überschreitet.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1914

Authors and Affiliations

  • August Ritter von Reuss
    • 1
    • 2
  1. 1.Universitäts-KinderklinikDeutschland
  2. 2.I. Universitäts-Frauenklinik zu WienÖsterreich

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