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Weitere Untersuchungen über die Geschlechtsformen polygamer Blütenpflanzen und ihre Beeinflussbarkeit

  • Carl E. Correns

Zusammenfassung

Vor Jahresfrist habe ich an dieser Stelle (Bd. XLIV, S. 124, G. A. 26, im folgenden als „1907“ zitiert) Beobachtungen über das in der Überschrift genannte Gebiet veröffentlicht, die vor allem Satureia hortensis betrafen, sich aber auch mit anderen polygamen, weiblich pleomorphen und männlich pleomorphenl) Pflanzen befaßten. Seitdem habe ich die alten Objekte und einige neue, vor allem aber wieder Satureia hortensis studiert und möchte hier einige Nachträge zu obigen Untersuchungen bringen, auch einen Irrtum verbessern (S. 565), der sich in jener Arbeit findet.

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Literatur

  1. 1).
    Diese Ausdrücke sind von E. LoEw (Die Veränderlichkeit der Bestäubungs­einrichtungen bei Pflanzen derselben Art, HumSmallCapst, Bd. VIII, 1889, S. 178) eingeführt, um Pflanzen zu bezeichnen, die gleichzeitig gynomonözisch und gynodiözisch oder andro­monözisch und androdiözisch sind.Google Scholar
  2. 2).
    Dabei halte ich es, obschon alle mögliche Sorgfalt angewendet worden war, sogar nicht für ganz ausgeschlossen, daß die Samen, die die zwei gynomonözischen Pflanzen gaben, doch zufällig unter die Samen der weiblichen Exemplare gelangt waren. Weitere Untersuchungen über die Geschlechtsformen polygamer Blütenpflanzen. 565Google Scholar
  3. 1).
    ) Von neuer Literatur sei auf das kritische Sammelreferat von E. Baue, Botan. Zeitg., Abt. II, Sp. 337, und die Arbeit G. Trscxlee s, Zellenstudien an ste­rilen Bastardpflanzen, Arch. f. Zellforsch., Bd. I, Heft 1, vor allem S. 136 u. f., hin­gewiesen.Google Scholar
  4. 1).
    ) Einzelne öffnen sich auch erst nachmittags.Google Scholar
  5. ) Weitere Untersuchungen über die Gynodiözie. Ber. d. Deutsch. Bot. Gesellsch. Bd. XXIII, S. 458 (1905), G. A 21, 458.Google Scholar
  6. 1).
    ) Diese von Göbel (Die kleistogamen Blüten und die Anpassungstheorien, Biol. Centralbl., Bd. 24 S. 750) angegebene Methode habe ich der bei früheren Versuchen verwendeten Mischung von Sand und Erde vorgezogen.Google Scholar
  7. ) Das tritt in der Kurve d nicht ganz hervor, weil die Ordinaten ja den Durch­schnittswert von je 5 Tagen angeben, der 14. August gerade ein fünfter Tag war, und in den zwei ersten Tagen der Periode noch einzelne normale Zwitterblüten gebildet worden waren.Google Scholar
  8. 1).
    ) Die Infloreszenzen wurden stets als einfache Wickel gezeichnet; möglicherweise war die eine oder andere ein dreiblutiges Dichasium. Da dann aber stets (1907, S. 142, G. A. 26, 528 Anm.) eine Seite gefördert ist, und es für unsere Untersuchung im Grunde auf die Reihenfolge der Blüten und das Zeitintervall zwischen ihrem Öffnen ankommt, wurde darauf nicht genau geachtet.Google Scholar
  9. ) Es muß dahingestellt bleiben, ob die als echt weiblich angesprochenen Blüten der Tabelle ] 0 nicht teilweise auch noch zur dritten Blütenklasse gehörten und nur besonders stark reduzierte Antheren besaßen; hinter die Zahlen sind deshalb Frage­zeichen gesetzt.Google Scholar
  10. 1).
    Wenn TH. Bail (Über androgyne Blütenstände und über Pelorien, Wiener Illustrierte Gartenzeitung, Heft 12, 1901) auf einem Kleeacker zunächst nur weibliche Stöcke der Silene dichotoma fand und später, nach dem Schnitt, am Grunde fast aller abgehauenen Exemplare Zweige, welche gleichzeitig normale Staubgefäßblüten, Zwitter­blüten und reife Kapseln trugen, so möchte ich einstweilen annehmen, daß keine echten weiblichen Pflanzen, sondern tri-oder gynomonözische im weiblichen Stadium vorlagen.Google Scholar
  11. 2).
    Man darf sich nicht dadurch irre machen lassen, daß die weiblichen Blüten der Monözisten größere Anforderungen zu stellen pflegen als die männlichen. Die zwittrigen. Blüten vereinigen eben beider Ansprüche in sich; sie müssen das Gynaeceum ausbilden, wie die weiblichen, und das Androeceum, wie die männlichen.Google Scholar
  12. 3).
    Recueil des Travaux botaniques Néerlandais, Vol. IV, 1907, p. 61 usw.Google Scholar
  13. 1).
    ) A. Schulz, Beiträge zur Kenntnis der Bestäubungseinrichtungen und Geschlech­terverteilung, I, Bibl. Botan. Heft 10, 1888, S. 66, Fig. 10; Berichte d. Deutsch. Botan. Gesellsch., Bd. XXII, 1903, S. 402. Von den drei in der Blattachsel stehenden Sprossen entwickelt sich der mittlere, rein männliche nach den beiden seitlichen. Auch Veratrum schließt sich nach den Beobachtungen H. Müller’s (Alpenblumen, S. 42) und A. Schulz (a. a. O., I, S. 101) hier an, ebenso wohl auch Aesculus Google Scholar
  14. 1).
    ) Die Übereinstimmung zwischen A und B, die angesichts der relativ geringen Blüte-zahl (137 und 164) um so auffälliger ist, kann daher rühren, daß beide Teile eines Stockes sind, obwohl sie, als sie wegen ihrer abweichenden Blütenfarbe ausgegraben wurden, zwar nahe beieinander standen, aber sicher getrennte Pflanzen waren.Google Scholar
  15. 1).
    Daß die Kurve b am Schluß noch einmal sinkt, ist eine jener Zufälligkeiten, die durch das geringe Material (laut Tabelle K nur zwei Blüten) bedingt sind.Google Scholar
  16. 1).
    Eine Abbildung des Längsschnittes durch das Köpfchen mit fast reifen Früchtchen habe ich seitdem (Die Bestimmung u. Vererbung d. Geschlechtes usw., S. 20, Fig. 2) gegeben.Google Scholar
  17. 1).
    Vgl. z. B. A. ScauLZ, Beiträge zur Kenntnis der Bestäubungseinrichtungen und Geschlechterverteilung bei den Pflanzen, II. Biblioth. Botan. Heft 17, 1890, S. 69.Google Scholar
  18. Ca. Darwin, Different Forms of Flowers, p. 303.Google Scholar
  19. 4).
    C. Correns, Experimentelle Untersuchungen über die Gynodioecie. Ber. d. Deutsch. Bot. Ges., Bd. XXII, S. 509, G. A. 17, 400.Google Scholar
  20. 5).
    a. a. O., S. 509, Anm. 1, G. A. 17, 400, Anm. 1.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1924

Authors and Affiliations

  • Carl E. Correns

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