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Zusammenfassung

Die Rückbesinnung auf die zentrale Frage, unter welchen Voraussetzungen davon ausgegangen werden kann, daß eine Entziehungskur „von vornherein aussichtslos“ ist, kann sich nach den vorangegangenen rechtlichen und medizinischen Überlegungen sowie durch die Nachuntersuchung der „Maßregelpatienten“ auf eine breitere Entscheidungsbasis stützen. Es sind in diesen Erörterungen verschiedene Gesichtspunkte aufgetaucht, die nicht nur für die Festlegung der „hinteren“ Grenze, also für die Frage, wann die Maßregelanordnung noch zulässig ist, von Bedeutung sind, sondern auch bei der Grenzziehung nach vorn, also der Frage, wann schon die Anordnung rechtlich — und medizinisch — geboten erscheint.

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Literatur

  1. 1.
    Eine derartige zeitliche Grenzziehung entbehrt nicht einer gewissen Willkürlichkeit, da argumentativ lediglich die Größenordnung, nicht aber die gewählte Zeitzäsur exakt begründbar ist; dies wird besonders deutlich bei einem Vergleich von Nachuntersuchungen, die nur selten einmal von gleichen Erfolgskriterien ausgehen (vgl. auch oben S. 69).Google Scholar
  2. 2.
    Vgl. Hanack, LK, § 64, Rdnr.95; unter Hinweis auf Langelüddeke u. Bresser, Gerichtliche Psychiatrie, S. 281.Google Scholar
  3. 3.
    Vgl. Langelüddeke u. Bresser, Gerichtliche Psychiatrie, S. 281.Google Scholar
  4. 4.
    Hanack, LK, § 64, Rdnr. 96.Google Scholar
  5. 5.
    Vgl. Volckart, Maßregelvollzug, S.U.Google Scholar
  6. 6.
    Es mehren sich allerdings kritische Stimmen, die darauf hinweisen, daß die Legalbewährung als alleiniger Indikator für die Wirkung strafrechtlicher Sanktionen völlig unzureichend, ja sogar „stümperhaft“(vgl. Blau, Aufgaben, S. 383) sei und an dem offenkundigen Schematismus kranke; vorgeschlagen wird eine differenziertere Aufschlüsselung nach Legal-, Sozial- und Arbeitsbewährung, vgl. z. B. Kaiser, Kriminologie, S. 284.Google Scholar
  7. 7.
    Zu den Schwierigkeiten einer Individualprognose vgl. von medizinischer Seite von Kress, Der medizinische Sachverständige 1970, 42 f.Google Scholar
  8. 8.
    Vgl. hierzu Eisenberg, Prognoseforschung, S.11.Google Scholar
  9. 9.
    Siehe Kaiser, Kriminologie, S. 274.Google Scholar
  10. 10.
    Vgl. Feuerlein, Alkoholismus, S. 154.Google Scholar
  11. 11.
    Vgl. Binder, Versorgung, S. 127.Google Scholar
  12. 12.
    OLG Bremen, NStZ 1981, 318.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1987

Authors and Affiliations

  • Bernd-Michael Penners
    • 1
  1. 1.Abteilung RechtsmedizinUniversitätsklinikumKiel 1Deutschland

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