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Ein möglicher Rationalisierungsschritt: Analytizitätspostulate, phänomenologische Basisprinzipien (synthetische Propositionen a priori) und hypothetische Grundannahmen

  • Wolfgang Stegmüller
Part of the Probleme und Resultate der Wissenschaftstheorie und Analytischen Philosophie, Band IV. Personelle und Statistische Wahrscheinlichkeit book series (STEGMÜLLER SA, volume 4 / C)

Zusammenfassung

Kein Wissenschaftler, der Untersuchungen über einen Bereich von Gegenständen anstellt, wendet sich seinem Forschungsobjekt gänzlich vorurteilsfrei, mit einer geistigen tabula-rasa-Position, zu. Er wird stets, stillschweigend oder ausdrücklich, mit einer Reihe von Grundannahmen an sein Gebiet herantreten. Dieses background knowledge, wie es im Englischen auch genannt wird, mag dem Wissenschaftler häufig überhaupt nur zum Teil bewußt sein. Vielfach liegen unbewußte Annahmen zugrunde, die für so selbstverständlich gehalten werden, daß der Wissenschaftler gar nicht auf den Gedanken kommt, diese Annahmen ausdrücklich zu formulieren, da er nicht an die Möglichkeit denkt, sie könnten vielleicht preisgegeben werden.

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Literatur

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    Es bestand in der Forderung, die Prädikate so in Klassen aufteilen zu können, daß jede davon eine Division bildet. Für den Begriff der Division vgl. Carnap, [I.L.], S. 113.Google Scholar
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    Wollte man historisch genau sein, so müßte man metaphysische Aussagen im Kantischen Sinn genauer als nichtmathematische Propositionen a priori bezeichnen, da nach Kant auch mathematische Sätze synthetisch a priori sind. Doch können wir im augenblicklichen Kontext von Kants Philosophie der Mathematik vollkommen abstrahieren.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1973

Authors and Affiliations

  • Wolfgang Stegmüller
    • 1
  1. 1.Philosophisches Seminar IIUniversität MünchenDeutschland

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