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Das logische Grundgerüst: Individuen; Attribute; Modelle; atomare Propositionen

  • Wolfgang Stegmüller
Chapter
Part of the Probleme und Resultate der Wissenschaftstheorie und Analytischen Philosophie, Band IV. Personelle und Statistische Wahrscheinlichkeit book series (STEGMÜLLER SA, volume 4 / C)

Zusammenfassung

Im folgenden soll die im [Basic System] entwickelte Theorie Carnaps geschildert und kommentiert werden. Unser Vorgehen wird vor allem in zwei Hinsichten von demjenigen Carnaps abweichen: Erstens beginnen wir nicht wie Carnap mit der Schilderung von Sprachen, sondern mit der Skizze der nichtlinguistischen modelltheoretischen Apparatur seines Systems. Dadurch dürfte der Unterschied gegenüber dem früheren Vorgehen viel deutlicher zutage treten: Den Objektbereich bildet nicht mehr ein Sprachsystem, sondern ein rein begriffliches System nichtsprachlicher Entitäten. Die Einführung von Sprachen, die für die Wiedergabe solcher begrifflicher Systeme als adäquat angesehen werden können, erfolgt an späterer Stelle. Zweitens soll das Material in anderer Weise geordnet werden: Carnaps führt nach einer kurzen Charakterisierung der maßtheoretischen Grundbegriffe sofort die wahrscheinlichkeitstheoretischen Grundaxiome ein, während er die Begriffe Modell und Proposition erst an viel späterer Stelle präzisiert. Da die C- und M-Funktionen jedoch als Argumente Propositionen haben, die ihrerseits mittels des Modellbegriffs definiert sind, bleibt bei diesem Vorgehen das, worauf sich diese Funktionen beziehen, für den Leser zunächst im Dunkeln. Es erscheint als zweckmäßiger, die maßtheoretischen Begriffe und Axiome erst einzuführen, nachdem sämtliche logischen Grundbegriffe eingeführt wurden.

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Literatur

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    Der Ausdruck „Farbe“ bezieht sich hier auf bunte Farben.Google Scholar
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    Wo davon gesprochen wird, daß wir etwas vorläufig oder zunächst annehmen, so soll dies heißen, daß diese Annahmen zwar in die meisten folgenden systematischen Überlegungen Eingang finden, daß aber an geeigneten Stellen auf die möglichen Liberalisierungen dieser Annahmen hingewiesen werden wird.Google Scholar
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    Wenn hier und im folgenden von überabzählbaren Mengen die Rede ist, so soll sich dies immer auf Mengen beziehen, die nach herkömmlicher mathematischer Sprechweise überabzählbar sind. Von der Frage, wie derartige Mengen z.B. im Rahmen eines konstruktiven Aufbaus der Mathematik einzuführen wären, müssen wir in diesem Kontext abstrahieren.Google Scholar
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    Falls Mißverständnisse auftreten könnten, sprechen wir von Mengen von Objekten, dagegen von Klassen von Mengen von Objekten. Der Ausdruck „Klasse“ wird also in solchen Kontexten für Mengen zweiter Stufe aufgespart.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1973

Authors and Affiliations

  • Wolfgang Stegmüller
    • 1
  1. 1.Philosophisches Seminar IIUniversität MünchenDeutschland

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