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Vierter über die Grundaxiome hinausführender Rationalisierungsschritt: Das Prinzip der Relevanz von Einzelfällen

  • Wolfgang Stegmüller
Part of the Probleme und Resultate der Wissenschaftstheorie und Analytischen Philosophie, Band IV. Personelle und Statistische Wahrscheinlichkeit book series (STEGMÜLLER SA, volume 4 / C)

Zusammenfassung

Es sei E s eine s-Vorderstichprobe, also eine propositionale Stichprobe, in der nur die ersten s Individuen wesentlich erwähnt sind. as+1 und as+2 seien die beiden nächsten (voneinander verschiedenen) Individuen. P j sei ein Attribut. Zum induktiven Räsonieren gehört es, in ‚vernünftiger‘ Weise aus der Erfahrung zu lernen. In unserem speziellen Fall kann dieser Gedanke folgendermaßen präzisiert werden: E s bilde unser Erfahrungsdatum. Was immer auch die Kardinalzahl von P j in E s sein möge, die Erweiterung unseres Erfahrungsdatums um das Beobachtungsresultat P j as+1 wird die Wahrscheinlichkeit der singulären Voraussage P j as+2, welche einen Spezialfall desselben Attributes bildet, erhöhen, d. h. also:
$$ C\left( {{P_j}{a_{s + 2}}\left| {{E_s} \cap {P_j}{a_{s + 1}}} \right.} \right) > C\left( {{P_j}{a_{s + 2}}\left| {{E_s}} \right.} \right) $$
(1)
(In der früheren Terminologie hätte Carnap diese Aussage so formuliert: P j a s+ 1 muß relativ auf das Datum E s positiv relevant für P j as+2 sein.)

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1973

Authors and Affiliations

  • Wolfgang Stegmüller
    • 1
  1. 1.Philosophisches Seminar IIUniversität MünchenDeutschland

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