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Neuer intuitiver Zugang über die rationale Entscheidungstheorie

  • Wolfgang Stegmüller
Part of the Probleme und Resultate der Wissenschaftstheorie und Analytischen Philosophie, Band IV. Personelle und Statistische Wahrscheinlichkeit book series (STEGMÜLLER SA, volume 4 / C)

Zusammenfassung

Die Einwendungen gegen Carnaps induktive Logik ließen sich in zwei Klassen unterteilen: erstens die Einwendungen gegen Carnaps Begriff der partiellen logischen Implikation und die Schwierigkeiten, die aus der Gleichsetzung dieses Begriffs mit dem der induktiven Bestätigung folgten; zweitens verschiedene Einwendungen technischer Natur, die sich daraus ergaben, daß Carnap den von ihm untersuchten Objektsprachen sehr starke einschränkende Bedingungen auferlegen mußte. Wie sich die zweite Art von Nachteilen beheben läßt, wird in den folgenden Abschnitten deutlich werden. Hier sei nur der Grundgedanke vorweggenommen: Die Schwierigkeiten werden nicht dadurch beseitigt, daß reichere Objektsprachen den Gegenstand der Untersuchung bilden, sondern dadurch, daß die linguistische Betrachtung preisgegeben und durch eine modelltheoretische ersetzt wird, so daß der Gegenstandsbereich jetzt aus einem rein begrifflichen System von Entitäten besteht.

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Literatur

  1. 1.
    „A“ steht für „Aktion“. Das für „Hypothese“ verwendete Symbol „H“ steht nicht zur Verfügung.Google Scholar
  2. 2.
    Leider verwendet auch Carnap den Ausdruck „Präferenz“, ähnlich wie die meisten Entscheidungstheoretiker, in zwei Bedeutungen, nämlich einmal bezogen auf die subjektiven Nützlichkeiten der Konsequenzen, zum anderen bezogen auf die subjektiven Bewertungen der Handlungen. Diese Terminologie kann leicht zu Mißverständnissen führen.Google Scholar
  3. 3.
    Da Cr* stets (außer den beiden Parametern) zwei Argumente hat gegenüber einem von Cr, wäre die Einführung eines eigenen Symbols prinzipiell vermeidbar. Da diese Symbole aber, wie im soeben formulierten Satz, bisweilen ohne Argumente verwendet werden, benützen wir für die bedingte Glaubensfunktion „*“ als oberen Index.Google Scholar
  4. 4.
    Unter „üblicher Wette“ verstehen wir hier nichts weiter als eine Wette, die nicht unter einer Bedingung abgeschlossen wird. Später werden wir den Fall bedingter Wetten mit einbeziehen.Google Scholar
  5. 5.
    Es sei nochmals daran erinnert, daß wir uns hier und im folgenden vorläufig nur auf diejenigen Axiome beziehen, welche in die Definition des endlich additiven Wahrscheinlichkeitsraumes eingehen.Google Scholar
  6. 6.
    Man beachte, daß zum Unterschied von (a) keine Bezugnahme auf eine Zeit notwendig ist.Google Scholar
  7. 7.
    Vgl. dazu den Abschnitt 4 der Einleitung sowie meinen Aufsatz [Induktion], S. 56–62.Google Scholar
  8. 8.
    Der Leser stoße sich nicht an der äußerlichen Tatsache, daß die vierte Bedingung nicht für Cred, sondern für Cr 0 formuliert wurde. Wie bereits früher gezeigt worden ist, sind Cr 0 und Cred wechselseitig durcheinander definierbar.Google Scholar
  9. 9.
    Vgl. dazu auch W. Salmon, [Scientific Inference], S. 66.Google Scholar
  10. 10.
    Für eine Kritik am klassischen Prinzip vgl. auch J.M. Keynes, [Treatise], S. 42ff. und S. 83ff.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1973

Authors and Affiliations

  • Wolfgang Stegmüller
    • 1
  1. 1.Philosophisches Seminar IIUniversität MünchenDeutschland

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