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Zusammenfassung

Zum Abstürzen der geförderten Rohkohlen, sei es in die Eisenbahnwaggons, auf den Lagerplatz oder auf irgendwelchen Siebapparat, bedient man sich jetzt allgemein der Wipper; letztere ermöglichen die Bewältigung grosser Massen, erleichtern die Entleerung der Fördergefässe und bezwecken zugleich eine möglichste Schonung der Kohlen. Allerdings findet man auf einzelnen Zechen — Bonifacius, ver. Rosenblumendelle, Sellerbeck usw. — noch mit einer Klappe oder Thar versehene Wagen, welche von einer Rampe oder Ladebühne aus nach Oeffnung der Klappe einfach hinten hochgehoben und so entleert werden; indes sind derartige Wagen wenig haltbar; auch erfordert deren Entleerung ungleich mehr Aufwand an Zeit, Mühe und Kosten. Die Wipper sind entweder sog. Kopfwipper, auch Sturzwipper genannt, bei welchen das Stürzen über eine der beiden Kopfwände erfolgt, oder es stehen Kreiselwipper in Gebrauch, mittels deren die Wagen über eine Seitenwand entleert werden. Die Kreiselwipper beugen einer Zerkleinerung des Wageninhalts am ehesten vor, indem die Kohlen weniger hoch fallen, besonders wenn die Wipper nach rückwärts gedreht werden und die Kohlen zunächst auf eine flach geneigte Rutsche gelangen, auf welcher sie langsam herabgleitend auf die Siebvorrichtung usw. übergehen. Kopfwipper finden nur noch auf wenigen Zechen Anwendung, vorzugsweise auf solchen, die kurzgebaute Förderwagen besitzen — wie auf Shamrock, Hibernia, Wilhelmine Victoria, Helene Amalie, Schacht Amalie, von der Heydt, Dahlbusch Schacht I, Recklinghausen II, Ver. Hoffnung & Secretarius Aak usw. Auch auf Zeche Königsborn benutzt man Kopfwipper. Die Konstruktion derselben ist aus Fig. 7a und b ersichtlich.

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© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1905

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  • Springer

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