Einleitung. Geschichtliche Darstellung

  • E. Alberti

Zusammenfassung

Die Entdeckung der Kathodenstrahlen1) erfolgte im Jahre 1859 durch Plücker2) mit der Beobachtung eines grüngelben bzw. bei Anwendung von bleihaltigem Glase eines blauen Fluoreszenzlichtes des Glases einer Geißlerschen Entladungsröhre in der Nähe der Kathode. Die erste eingehende Untersuchung über die Natur der Strahlen verdanken wir Plückers Schüler Hittorf3), der in seiner grundlegenden Arbeit „Über die Elektrizitätsleitung der Gase“ (1869) eine Anzahl ihrer wichtigsten Eigenschaften, so ihre gradlinige Ausbreitung, die magnetische Ablenkbarkeit, die Zusammenziehung der Kathodenstrahlen im koaxialen magnetischen Felde (Striktion) und die Wärmewirkung beim Auftreffen auf andere Körper beschrieb. Crookes4) hat 1874, ohne die Arbeit von Hittorf zu kennen, außer den von diesem entdeckten noch einige weitere Eigenschaften der Kathodenstrahlen, so die Fähigkeit, Kristalle, z. B. Diamanten oder Rubine, zur Phosphoreszenz zu erregen und die Konzentrationsfähigkeit der Strahlen durch eine Hohlkathode, in prachtvollen Demonstrationsversuchen gezeigt und damit auf die Bedeutung der Kathodenstrahlen für die physikalische Erkenntnis der Natur erneut hingewiesen.

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Copyright information

© Julius Springer in Berlin 1932

Authors and Affiliations

  • E. Alberti
    • 1
  1. 1.BerlinDeutschland

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