Die Staatseinrichtungen in Jütland

  • Edmund von Wittken

Zusammenfassung

In der allerältesten Zeit haben die Normannen in Dänemark unter Stammhäuptlingen unabhängig neben einander gelebt, bis sie durch äussere Gesahren oder durch die Macht einzelner Familien zu Vereinigungen gezwungen wurden, welche allmälig zu dem, von Gorm dem Alten im 9. Jahrhundert gestisteten Reiche führten. Die Rechtsstreitigkeiten, Verwaltungs- und Kriegsangelegenheiten wurden auf den Thingen, den Versammlungen aller freien Leute eines Stammes unter Vorsitz des Stammhauptes erledigt, und da, wo diese Thinge abgehalten wurden, finden sich die ersten Anfänge der Städte. Je mehr mun die kleineren Staaten sich mit der Zeit zu grösseren vereinigten, desto wichtiger wurden einzlne Thingstätten, und nach der Vereinigung aller Reiche fand sich der König mit den Bewohnern jeder Provinz auf deren Landsthinge zusammen. Auf dem Hardesthing hatte der Hardesvogt, auf dem Sysselthing der Sysselmann den Vorsitz. Es findet sich nämlich nach der Ordnung der Staatsgewalt in Dänemark bald die Hardes- und Sysseleintheilung, und die Hardesvogte und Sysselmänner find schon von Magnus dem Guten als Beamte eingesetzt worden.

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© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1865

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  • Edmund von Wittken

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