Über den poliklinischen Unterricht

Nach Erfahrungen in der Erlanger medizinischen Poliklinik
  • Franz Penzoldt

Zusammenfassung

Es sind schon einige Jahre verflossen, seitdem ziemlich rasch hintereinander zahlreiche hervorragende Polikliniker Deutschlands (von Dusch1), Henoch2), von Jürgensen3), Eiimpf4), Senator5), Schreiber6) den Unterricht in der medizinischen Poliklinik geschildert und seine Bedeutung aufs Neue hervorgehoben haben. Sie thaten es zum Teil von verschiedenen Standpunkten aus, kamen in manchen Fragen zu entgegenstehenden Ansichten, waren aber in dem Hauptpunkt, der grossen Wichtigkeit der Poliklinik für die Ausbildung der Mediziner, völlig einig. Ihre Äusserungen haben keine wesentliche Opposition von anderer Seite hervorgerufen. Ebensowenig aber ist ein unbedingte Zustimmung Seitens der zunächst beteiligten akademischen Kreise bemerkbar gewesen. Dagegen haben sich allerdings die praktischen Ärzte, welche doch am besten wissen müssen, was der Arzt braucht UTKI was ihm fehlt, auf dem deutschen Ärztetag fast einstimmig dafür erklärt, dass „bei der Ausbildung der Mediziner auch auf poliklinische Thätigkfnt grösseres Gewicht zu legen sei“. Die Konsequenz aber, welche einige und zwar die ältesten und erfahrensten Polikliniker (wie von Dusch u. A.) aus ihren Darlegungen der Unentbehrlichkeit des poliklinischen Unterrichtes gezogen haben, der Wunsch, „es möchte das Praktizieren an der Poliklinik obligatorisch gemacht werden“, ist bis jetzt unberücksichtigt geblieben.

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© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1892

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  • Franz Penzoldt

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