Vektorkardiogramm und Brustwandableitungen

  • Rudolf Wenger
Part of the Kreislauf-Bücherei book series (KARDIOLOGIE, volume 15)

Zusammenfassung

Für die Brustwandableitungen gilt wie für alle übrigen elektrokardiographischen Ableitungen, daß sie aus dem Vkg der transversalen Ebene abgeleitet werden können. Umgekehrt kann auch aus einer großen Zahl unipolarer Brustwandableitungen eine transversale QRS-Schlinge mit ausreichender Genauigkeit konstruiert werden. Abb. 7 stellt einen transversalen Querschnitt durch den Thorax dar. Die eingezeichnete Vektorschlinge wird von kranial betrachtet, die untere Begrenzung der Zeichnung entspricht der ventralen Thoraxwand. Die Vektorschlinge nimmt ihren Ausgang vom Nullpunkt und entwickelt sich zunächst nach rechts und ventral. Dies wird von manchen Autoren als Ausdruck einer überwiegenden Aktivierung des rechten Ventrikels in diesem frühen Stadium der Kammererregung angesehen. 0,02 Sek. nach Beginn der Kammererregung zeigt die Momentanachse nach der Richtung der Ableitungsstelle von V1. Entsprechend der Länge des Momentanvektors, der in dieser Richtung verläuft, wird in V1 zunächst eine R-Zacke registriert. Die Vektorschlinge „bewegt sich“ zunächst noch, nach links abbiegend, in der Richtung von V1. Die Amplitude von V1 entspricht daher der Projektion der Vektorschlinge auf die Achse dieser Ableitung, d. h. auf die Verbindungslinie zwischen dem Nullpunkt und der Ableitungsstelle. Die Projektion hat die Länge a. Im weiteren Verlauf „bewegt sich“ die Vektorschlinge von der Ableitungsstelle von V1 weg und nimmt eine Richtung nach links und anschließend nach dorsal. Etwa 0,06 Sek. nach Beginn der Kammererregung ist sie am weitesten von V1 entfernt. Die Projektion dieses Momentanvektors auf die (über den Nullpunkt hinaus verlängerte) Achse von V1 ergibt die Strecke b, die der Amplitude der S-Zacke in V1 entspricht.

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Copyright information

© Dr. Dietrich Steinkopff Verlag, Darmstadt 1969

Authors and Affiliations

  • Rudolf Wenger
    • 1
  1. 1.Abteilung der KrankenanstaltRudolfstiftung der Stadt WienWienÖsterreich

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