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Die Normen — Rechtmässigkeit und Zweckmässigkeit

  • Ernst von Harnack

Zusammenfassung

Der Beamte übt durch sein Verhalten stets Einfluß auf das Rechtsleben aus, ob er nun Rechtshandlungen im engeren Sinne vollzieht oder Geschäfte allgemeiner Art führt. Schon aus der Verpflichtung, die Beachtung von Rechtsnormen zu überwachen, erwächst ihm die Notwendigkeit, in seiner Gesamthaltung ein Vorbild rechtlicher Gesinnung zu bieten. Beruht doch die Staatsautorität nicht zuletzt darauf, daß das Volk am Staatsfunktionär die gleiche Achtung vor dem Gesetz wahrnimmt, zu der es selbst angehalten wird. Für den Beamten darf eine Maßnahme erst dann als die richtige gelten, wenn er sich von ihrer Rechtmäßigkeit überzeugt hat. Daß er vom Werte des Rechts durchdrungen sei, daß er gerecht denke und handle, ist eine Grundforderung; kann oder will er Recht und Unrecht nicht unterscheiden, so gehört er nicht in die Verwaltung.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1936

Authors and Affiliations

  • Ernst von Harnack
    • 1
  1. 1.Berlin-ZehlendorfDeutschland

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