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Zusammenfassung

Der letzte Abschnitt zeigte, wie die Wirtschaftlichkeit nur durch Zusammenfassung von Kessel und Triebwerk und die Betriebssicherheit nur durch gemeinsame Betrachtung von Triebwerk und Rahmen richtig beurteilt werden kann. Dieses Ineinanderschachteln der Konstruktionsteile, ihre organische Verbindung zu einer mannigfachen Anforderungen genügenden Maschine ist das Werk hundertjähriger Erfahrung. Ihre Vollendung zu den höchsten Stufen der Vollkommenheit ist ohne breite wissenschaftliche Erkenntnis nicht möglich. Noch lange nicht können wir alles wissenschaftlich ergründen, vielmehr wird die Intuition immer eine starke Stütze des Konstrukteurs bleiben. Und das ist gut so, denn wo das Rechnen aufhört, fängt die Kunst an, und Künstler wollen die wahren Lokomotivbauer auch bleiben. Über Wissenschaft und Wirtschaft des eigenen Fachgebietes hinaus muß der Lokomotivbauer auch Rücksicht auf den Oberbau und die Betriebsverhältnisse nehmen, wenn er die Wirtschaftlichkeit des Bahnbetriebes und nicht nur die des Lokomotivdienstes im Auge haben will. Gerade in dieser Vielseitigkeit der Aufgabe liegt der große Reiz des Lokomotivbaues, dem sich niemand entziehen kann, der ihn einmal gekostet hat.

Literatur

  1. 1.
    Taube: Z. V. d. I. 53, 481 (1909).Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1931

Authors and Affiliations

  • F. Meineke
    • 1
  1. 1.Technischen Hochschule BerlinDeutschland

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