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Aufgabe der Pharmacognosie

  • F. A. Flückiger
  • A. Tschirch

Zusammenfassung

Die zur Hervorrufung von Heilwirkungen benutzten Stoffe sind entweder Erzeugnisse der menschlichen Thätigkeit oder gehören unmittelbar den beiden organischen Naturreichen an. Unter den durch chemische Operationen dargestellten Arzneistoffen treffen wir solche, die in der That nur aus planmässig geleiteten chemischen und physicalischen Processen hervorgehen, wie z. B. die Säuren, Jod, Brom, Chloral, Phenol, Glycerin, Weingeist, Alkaloide, sei es dass die chemische Industrie ihren ersten Hebel im Gebiete der anorganischen Natur ansetzt, sei es dass ihr erster Ausgangspunct, wie bei den letzteren Beispielen, in den Kreis der organischen Natur fällt. Selten kommt es nur eben darauf an, in geeignete Form zu fassen, was die Natur schon fertig darbietet, wie bei den Mineralwässern, häufiger ist die chemische Thätigkeit darauf gerichtet, wirksame Stoffe aus Pflanzen (ausnahmsweise auch wohl aus Thieren oder Thierstoffen oder aus dem Mineralreiche) abzuscheiden und von ihren Begleitern zu trennen, das heisst, sie zu reinigen. In allen diesen Fällen besteht also die Aufgabe darin, der Heilwissenschaft chemisch scharf characterisirte Körper, mit einem Worte, chemische Individuen, zur Verfügung zu stellen. Nur solche jederzeit in vollkommener Identität zugängliche Stoffe können die sichere Grundlage wissenschaftlicher Medicin und Pharmacie abgeben. In dieser Richtung liegen die Zielpuncte der Zukunft.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1885

Authors and Affiliations

  • F. A. Flückiger
  • A. Tschirch

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