Die Streumatrix für die Elektronenbeugung an durchstrahlten Kristallplatten und ihre Verwendung für die Berechnung elektronenoptischer Kristallgitterbilder

  • H. Niehrs
Conference paper

Zusammenfassung

Die Deutung eines experimentellen Ergebnisses setzt stets voraus, daß eine theoretische Erwartung vorliegt. Insbesondere die Ausdeutung eines elektronenmikroskopischen Kristallgitterbildes bedarf stets des Vergleiches mit einem theoretischen Resultat, weil man keineswegs erwarten darf, daß eine beobachtete Intensitätsverteilung unmittelbar eine Potentialverteilung oder eine Massenverteilung im Kristallgitter wiedergibt. Da eine Fouriersynthese der Beugungswellen das mikroskopische Bild des Kristallgitters ergibt, wie es im Idealfall mit einer endlichen Objektivapertur erzielt werden könnte, hat die theoretische Bestimmung des Elektronenbeugungsbildes einer Kristallplatte eine bisher kaum beachtete weitere Bedeutung erlangt. Für diese neue Aufgabe der Beugungstheorie wird es in Zukunft sehr darauf ankommen, Fälle zu behandeln, in denen mehrere starke Beugungsstrahlen zugleich auftreten, weil die Kristallgitterperioden nur dann mit ausreichendem Kontrast und geometrisch vollständig im Bild erscheinen. Für die Behandlung solcher Fälle ist aber die geometrische Beugungstheorie nicht mehr zuständig, die dynamische Beugungstheorie in ihrem bisherigen Vorgehen wiederum recht kompliziert und schwerfällig. Es liegt daher nahe, nach einer durchsichtigen und einfacheren Formulierung der dynamischen Theorie unter Beibehaltung ihrer Grundannahmen zu suchen. Über eine solche neue Darstellung auf dem Boden der dynamischen Theorie soll im folgenden berichtet werden.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1960

Authors and Affiliations

  • H. Niehrs
    • 1
  1. 1.Institut für ElektronenmikroskopieFritz-Haber-Institut der Max-Planck-GesellschaftBerlin-DahlemDeutschland

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