Allgemeine Erläuterungen zum Begriff Aeroelastizität

  • Gustav-E. Rosemeier

Zusammenfassung

Im vorherigen Abschnitt wurde erstmalig der Begriff bösartige und gutartige Schwingung erwähnt. Die hierzu benötigten Kriterien der Unterscheidung werden im folgenden Abschnitt über nichtkonservative Stabilitätsprobleme herzuleiten sein, womit ein weiteres Stichwort gefallen ist. Die Stabilitätskriterien können nur mit Hilfe aerodynamischer Untersuchungen kinetischer Art gewonnen werden, was insofern erschwerend ist, als zumindest die aerodynamischen Kräfte nicht aus einem Potential herzuleiten sind, und somit die sehr handlichen baustatischen Energieverfahren meist entfallen. Während bei konservativen Problemen statische und kinetische Kriterien das gleiche Ergebnis liefern, ist dies bei nichtkonservativen Problemen [7.1] nicht der Fall. Es muß demzufolge ein schwingendes System vorausgesetzt werden — wobei die Ursache der Anfangsstörungen wie bei anderen Stabilitätsproblemen nicht interessiert — und sodann das kinetische Gleichgewicht am schwingenden System untersucht werden. Insofern haben die kinetischen Instabilitäten meist denCharakter einer Selbsterregung. In Sonderfällen können jedoch auch pulsierend belastete Knickstabsysteme auftreten, die ebenfalls noch gesondert behandelt werden und den parametererregten Bewegungen zugeordnet werden müssen. Die zur Schwingungsanregung benötigte Energiezufuhr wird dabei durch die Luftströmung hervorgerufen.

Literatur

  1. 7.1
    Leipholz, H.: Stabilitätstheorie. Stuttgart: Teubner 1968.MATHGoogle Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag, Berlin/Heidelberg 1976

Authors and Affiliations

  • Gustav-E. Rosemeier
    • 1
  1. 1.Technischen Universität HannoverDeutschland

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