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V. Bericht über die Deutsche Forschungsanstalt für Psychiatrie (Kaiser Wilhelm-Institut) in München

  • Springer-Verlag Berlin Heidelberg

Zusammenfassung

Das entscheidende Ereignis der verflossenen Berichtszeit war die Angliederung der Deutschen Forschungsanstalt für Psychiatrie an die Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften in Berlin. Nach kurzen Verhandlungen zwischen den Vertretern des Bayrischen Kultusministeriums, der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft und der Forschungsanstalt kam ein Vertrag zustande, der auf der einen Seite das innere Gefüge und die Stellung der Forschungsanstalt zur Universität München wie zum Kultusministerium unberührt läßt, auf der anderen Seite sie eingliedert in die weitverzweigte Kette von wissenschaftlichen Instituten, die von der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft ins Leben gerufen worden sind. Diese Regelung hat außer der allgemeinen Sicherung, die mit der Zugehörigkeit zu einer größeren Gemeinschaft verbunden ist, den unschätzbaren Vorteil mit sich gebracht, daß nunmehr das Deutsche Reich in ähnlicher Weise wie bisher der Bayrische Staat die Arbeiten der Forschungsanstalt unterstützt und damit ihr Fortbestehen sichert, das durch den wirtschaftlichen Zusammenbruch auf das schwerste gefährdet war. Als die Forschungsanstalt begründet wurde, war es unsere Absicht, sie lediglich auf Stiftungsmitteln aufzubauen und keinerlei staatliche Hilfe in. Anspruch zu nehmen. Die Ungunst der Zeiten hat leider die Erfüllung dieses Wunsches verhindert. Wir dürfen jetzt auf das dankbarste anerkennen, daß es uns durch die Hilfe der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft und damit des Reiches möglich gewesen ist, unsere Anstalt über die Zeit des schwersten wirtschaftlichen Niederganges hinüberzuretten. Mit besonderer Freude begrüßen wir es, daß nunmehr einige weitere Mitglieder der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft in den Stiftungsrat unserer Anstalt eingetreten sind, die Herren Arthur v. Gwinner, Berlin, Kommerzienrat Erich Babbethge, Kleinwanzleben, und Direktor Dr. Glum; letzterer wird auch Mitglied des Stiftungsratsausschusses sein.

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