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Gleichgewichtspreise in einem Modell mit differenzierten Gütern und Suchkosten

  • Thomas R. von Ungern-Sternberg
Part of the Lecture Notes in Economics and Mathematical Systems book series (LNE, volume 225)

Zusammenfassung

In diesem Kapitel wird ein Modell untersucht, in dem die Käufer nur schlecht darüber informiert sind, bei welchem Laden sie die besten Angebote erhalten können. Im Gegensatz zur Unsicherheit die im vorigen Kapitel untersucht wurde, haben die Ökonomen lange geglaubt, daß sie diese Art von Unsicherheit nicht in ihre Modelle miteinbeziehen müßten. Erst seit der sehr einflußreichen Arbeit von Stigler (1961) hat sich dies geändert. Stigler (1961) argumentiert, daß die Preisdispersion, die man auf vielen Märkten beobachtet, zu groß ist, als daß man sie einfach vernachlässigen kann und immer nur mit Modellen arbeitet, in denen alle Anbieter denselben Preis verlangen. Er betont, daß Preisdispersion nur dann existieren kann, wenn die Käufer unvollständig über die Preise der verschiedenen Anbieter informiert sind.

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Literaturverzeichnis

  1. 1).
    Dieser Ausdruck wurde von Rothschild (1973) geprägt.Google Scholar
  2. 1).
    Vgl. dazu Ungern-Sternberg (1982)Google Scholar
  3. 2).
    Nelsons Unterteilung in “Suchgüter” und “Erfahrungsgüter” wird in den nächsten Kapiteln noch ausführlich diskutiert.Google Scholar
  4. 3.
    Wenn in diesem Kapitel von Gütern verschiedener Qualität gesprochen wird meine ich immer nur, daß es sich um heterogene Güter handelt, d.h. Güter die verschiedene Kombinationen von Charakteristika enthalten (vgl. Lancaster (1975))Google Scholar
  5. 1).
    Vgl. dazu Rothschild (1973).Google Scholar
  6. 1).
    Vgl. dazu B. Hotelling (1929), Lancaster (1975), Spence (1976), Dixit und Stiglitz (1977), Salop (1979), de Meza und Ungern-Sternberg (1982) und die dort aufgeführten Referenzen.Google Scholar
  7. 2).
    Es wird deswegen auch recht häufig verwendet. Vgl. z.B. Salop (1979), Novshek (1980) und de Meza und Ungern-Sternberg (1982).Google Scholar
  8. 3).
    Vgl. Lancaster (1975).Google Scholar
  9. 1).
    Dieser etwas ungenauen Formulierung liegt folgende präzise Vorstellung zugrunde: Es gibt eine endliche Anzahl g von Käufern, die entlang der Ringstraße wohnen. Die Anbieter wissen nicht genau wo- die Käufer wohnen. Sie wissen nur, daß die Wahrscheinlichkeit, daß ein Käufer in einem Punkt A entlang der Straße wohnt für alle A gleich ist. Aus diesem Grunde können die Anbieter streng genommen nicht ihre Gewinne, sondern nur ihre erwarteten Gewinne maximieren. Dennoch werde ich im weiteren Verlauf häufig von Ge-winnmaximierung reden, das “erwartete” wird der Einfachheit halber meist weggelassen.Google Scholar
  10. 1).
    Novshek (1980)beweist, daß es in diesem Modell auch bei freiem Marktzutritt ein symmetrisches Gleichgewicht gibt, in dem alle Anbieter dieselben Preise verlangen und equidistant um die Ringstraße verteilt sind. Läßt man den Anbietern die freie Standortwahl, so muß allerdings ein leicht modifiziertes Konzept des Nash-Gleichgewichts verwendet werden.Google Scholar
  11. 1).
    Läßt man freien Marktzutritt zu, so lautet der GleichgewichtspreisGoogle Scholar
  12. (math) Da der Marktzutritt in dem Modell dieses Kapitels jedoch keine neuen Einblicke liefert, wird im weiteren Verlauf mit einer festen Anzahl von Anbietern gearbeitet.Google Scholar
  13. 2).
    Die Suchkosten werden in diesem Abschnitt nicht explizit eingeführt. Ich nehme jedoch an, daß eine inverse Beziehung zwischen Suchkosten und Stich-probengöße besteht. Vgl. auch die Analyse in Kapitel 3.Google Scholar
  14. 1).
    Vgl. dazu Rothschild (1973).Google Scholar
  15. 1).
    Im weiteren Verlauf dieses Abschnitts wird davon ausgegangen, daß dies immer der Fall ist. Wenn die Suchkosten sehr hoch und/oder die Produktdifferenzierung sehr gering sind, kann es geschehen, daß sich ein solcher Suchaufwand nicht lohnt. Man kehrt dann in eine Situation zurück, wie sie in Diamond (1971) analysiert wird.Google Scholar
  16. 1).
    Dies steht in keinem Widerspruch zu Gleichung (2.8). Es wurde in diesem Abschnitt angenommen, daß N groß ist. Wenn dies der Fall ist, wird auch der Preis bei vollkommener Information nur wenig über dem Wettbewerbspreis liegen.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1984

Authors and Affiliations

  • Thomas R. von Ungern-Sternberg
    • 1
  1. 1.Volkswirtschaftliches InstitutUniversität BernBernSchweiz

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