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Die Rolle von Käuferinformationen bei Auktionen

  • Thomas R. von Ungern-Sternberg
Part of the Lecture Notes in Economics and Mathematical Systems book series (LNE, volume 225)

Zusammenfassung

Wie schon in der Einleitung erwähnt, spielen die Informationsprobleme der Nachfrager besonders dann eine wichtige Rolle, wenn es sich bei dem zum Verkauf anstehenden Objekt um ein Einzelstück handelt, und es somit für die Nachfrager nur recht geringe Lernmöglichkeiten gibt. Die Problematik wird häufig noch dadurch verkompliziert, daß auch der Anbieter selbst keine genauen Vorstellungen über den Wert seines Eigentums hat: Ein Bauherr kann häufig nur schwer beurteilen wieviel es kosten wird, die von ihm erwünschte Baute zu errichten; Besitzer von Gemälden und anderen Kunstobjekten haben oft nur recht ungenaue Vorstellungen über den Wert ihres Besitzes; und Eigentümer von ölträchtigen Grundstücken sind meist nur sehr ungenau über den tatsächlichen Wert der Vorkommen unter ihrem Boden informiert. Da der Verkauf ein einmaliges Ereignis ist, kann der Anbieter sich auch nicht damit trösten, daß er über längere Zeit hinweg mit einem Tatonnement-Prozeß den richtigen Preis finden könnte. In solchen Situationen geschieht es fast nie, daß der Anbieter einen Preis festsetzt und das Objekt zu diesem Preis an einen der willigen Käufer (sofern es einen gibt) verkauft. Eine wesentlich weiter verbreitete Art solche Verkäufe zu gestalten besteht darin, Auktionen zu organisieren. Eine der beliebtesten Formen ‘ ist die Auktion mit versiegelten Angeboten. Sie wird besonders bei der Vergabe von Bohrrechten und Bauprojekten häufig verwendet und ist daher von überragender praktischer Bedeutung.

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Literaturverzeichnis

  1. 1).
    Neben der Versteigerung und der Vickrey Auktion. In der Vickrey Auktion werden ifiimer niedrigere Preise ausgerufen. Man bietet, indem man dem Auktionator ein den andern Bietern unsichtbares Signal gibt. Der höchste Bieter erhält das Objekt zum Preis des zweithöchsten Angebots.Google Scholar
  2. 1).
    Siehe Capen et al. (1971)Google Scholar
  3. 2).
    Siehe ebenda.Google Scholar
  4. 3).
    Siehe Hughart (1973)Google Scholar
  5. 4).
    Siehe ebenda.Google Scholar
  6. 5).
    Siehe z.B. Rothkopf (1969, 1971 und 198o), Wilson (1977), Reece (1978), Case (1979), Milgrom (1979), den Übersichtsaufsatz von Engelbrecht-Wiggans (198o) und die dort aufgeführte Literatur.Google Scholar
  7. 6).
    Vgl. insbesondere Case (1979), Reece (1978) und Rothkopf (1971).Google Scholar
  8. 1).
    Dies Formalisierung des Problems entspricht der von Capen et al. (1971) und Case (1979).Google Scholar
  9. 1).
    Vgl. dazu Schweizer und Ungern-Stern berg (1982).Google Scholar
  10. 2).
    Diese Einschränkung hat den Vorteil, daß sie die Analyse stark vereinfacht. Man trifft sie deswegen auch immer wieder in der Literatur an. vgl. Rothkopf (1969), Capen et al. (1971), Reece (1978), Case (1979) und andere Referenzen in der Übersicht von Engelbrecht-Wiggans (198o) . Der Nachteil dieser Vereinfachung besteht darin, daß eine solche multiplikative Strategie nicht immer optimal ist, d.h. ein Bieter könnte seine erwarteten Gewinne erhöhen, wenn er mit einem größeren Strategienraum arbeiten könnte. Die Nicht-Optimal itat der multiplikativen Strategien entsteht dadurch, daß der Bieter, wenn er sie verwendet, jegliche Information über die a-priori Verteilung der V’s die ihm zur Verfügung steht, vernachlässigt. Rothkopf (198o) enthält eine gute Diskussion dieser Frage. Er meint, es sei unwahrscheinlich, daß Bieter bei tatsächlichen Auktionen noch kompliziertere Bietstrategien anwenden.Google Scholar
  11. 3).
    Gleichung (1.1.) wird in Case (1979) S. 80ff. hergeleitet. Sie ist wie folgt zu interpretierten: (1–s) V ist der Gewinn des Bieters i, wenn er mit einem Angebot von sV eine Parzelle im Wert von V gewinnt. F’i (s/λi) ist die Wahrscheinlichkeit, daß Bieter i ein Angebot aus dem Interval (s,s+ds) abgibt und II Fj (s/λj) ist die Wahrscheinlichkeit, daß alle Konkurrenten weniger als s bieten, d.h. die Wahrscheinlichkeit, daß Bieter i auch gewinnt.Google Scholar
  12. 1).
    Die Ableitungen die zu den Ergebnissen dieses Kapitels führen, sind langwierig und nicht sehr interessant. Sie sind daher aus dem Text herausgenommen worden, und im Anhang 1 (Abschnitt 1.4) auf Seiten 20 bis 25 zu finden.Google Scholar
  13. 2).
    Vgl. Beweis 1 im Anhang 1.Google Scholar
  14. 3).
    Vgl. dazu die Literaturhinweise in Engel brecht-Wiggans (1980)Google Scholar
  15. 1).
    Vgl. Anhang 1. Beweis 2Google Scholar
  16. 1).
    Ähnliche Ergebnise erhält auch Reece (1978) in einer Simulationsstudie.Google Scholar
  17. 2).
    Vgl. auch Vickrey (1961).Google Scholar
  18. 3).
    Vgl. Barzel (1968) und Dasgupta und Stiglitz (198o).Google Scholar
  19. 1).
    Vgl. Anhang 1, Beweis 3Google Scholar
  20. 1).
    Für A < B muß man natürlich die Gleichungen (1.6) bis (1.9) vertauschen, d.h. es gilt dann:Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1984

Authors and Affiliations

  • Thomas R. von Ungern-Sternberg
    • 1
  1. 1.Volkswirtschaftliches InstitutUniversität BernBernSchweiz

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