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Zusammenfassung

In allen drei Studienkollektiven findet sich eine Assoziation zwischen Interleukin-6-Spiegeln sowie links- und rechtsventrikulären Füllungsdrücken und Herzfrequenz (Deng 1995, Deng 1995, Deng 1996, Deng 1996). Darüberhinaus findet sich bei chronischer Herzinsuffizienz und Herztransplantation eine inverse Beziehung zwischen Interleukin-6 und Parametern der systolischen Pumpfunktion. Weiterhin findet sich in allen drei untersuchten Kollektiven ein Zusammenhang zwischen dem Interleukin-6-Spiegel und klinischen Verläufen, bei chronischer Herzinsuffizienz in Form von Herztransplantationsnotwendigkeit und Tod auf der Warteliste, nach extrakorporaler Zirkulation in Form von Weaning-Problemen und nach Herztransplantation in Form von Tod durch Sepsis oder Multiorganversagen. Diese Befunde legen folgende Schlußfolgerungen nahe:
  1. 1)

    Eine Aktivierung des proinflammatorischen Zytokins Interleukin-6 zeigt eine akute inflammatorische Krisenbewältigung des Organismus an, in der eine erhöhte Wahrscheinlichkeit von Komplikationen besteht.

     
  2. 2)

    Der Erhöhung von Interleukin-6 kommt möglicherweise eine kausal-patho-physiologische Bedeutung bei der Beeinflussung der kardialen Pumpfunktion zu.

     
  3. 3)

    Die proinflammatorische Interleukin-6-Antwort ist keine Reaktion, die spezifisch bei chronischer Herzinsuffizienz, Operationen mit extrakorporaler Zirkulation oder nach Herztransplantation aktiviert wird, sondern stellt eine gemeinsame biologische Endstrecke des Organismus dar.

     

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Copyright information

© Dr. Dietrich Steinkopff Verlag GmbH & Co. KG, Darmstadt 1997

Authors and Affiliations

  • Mario C. Deng
    • 1
  1. 1.Klinik und Poliklinik für Thorax-, Herz- und GefäßchirurgieUniversität MünsterMünsterDeutschland

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