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Einführung

  • K. Jaeger
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Zusammenfassung

Ende des letzten Jahrhunderts führten Rotter und Halsted ihre aggressive Technik für die Behandlung des Mammakarzinoms ein. Man muß dazu wissen, daß sie in der Regel nur sehr ausgedehnte und z. T. schon organübergreifende Karzinome operierten und die Rezidivfreiheit im Vordergrund ihrer Bemühungen stand. Ihre Amputationsform mit einer von der Axilla schräg auf der Thoraxwand verlaufenden Inzision mit Wegnahme der gesamten Brust, der Mm. pectorales major et minor und aller drei Lymphknotenetagen ist ein extrem verstümmelnder Eingriff mit einer hohen Morbidität. Obwohl heute in der Behandlung des Mammakarzinoms weit in den Hintergrund getreten, kommen gelegentlich noch solche Patientinnen zur Rekonstruktion; hier sind nur mit großen Lappentechniken sinnvolle Rekonstruktionen möglich, wobei der Latissimus-dorsi-Insellappen mit zusätzlicher Prothesenimplantation oder in Kombination mit einer Gewebeexpansion die sicherste Möglichkeit darstellt. In Konkurrenz zu diesem „working horse“ der plastischen Chirurgen ist in letzter Zeit der „TRAM-Flap“ (Transverser RectusAbdominis-Myokutanlappen) getreten, der jedoch aufgrund der Größe des Eingriffs, der Schwächung der Bauchdecke und des Risikos von Teilverlusten nur in die Hand des sehr Geübten gehört. Diese Patientengruppe kommt auch für freie mikrochirurgische Lappentransplantationen in Frage.

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1990

Authors and Affiliations

  • K. Jaeger

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