Advertisement

Einleitung

  • Hans W. Doerr
Conference paper
  • 9 Downloads
Part of the Sitzungsberichte der Heidelberger Akademie der Wissenschaften book series (HD AKAD, volume 1978 / 1)

Zusammenfassung

Die Herpesviren sind in der belebten Natur mit ca. 50 befallenen Tierspecies weitverbreitete Infektionserreger. In der virologischen Klassifikation sind sie durch eine einheitliche morphologische Struktur gekennzeichnet: Alle Vertreter dieser Gruppe besitzen eine zentrale doppelsträngige DNS, eingeschlossen in ein ikosaederförmiges Kapsid mit 162 Kapsomeren. Nach außen ist das Nukleokapsid von einer lipidhaltigen Hülle (envelope) umgeben. Das infektionstüchtige, komplette Virion mißt 180 nm im Durchmesser. Als charakteristische Eigenschaft ihrer Gruppe können die Herpesviren unter Auflösung der Zwischenzellwände von einer infizierten Zelle zur anderen gelangen und so das Blut-Lymphbahnsystem umgehen (Herpes von ἕρπειν = kriechen). Dadurch entstehen Riesenzellen (Zytomegalie von Zύτος = Zelle und μέγας = groß) und Syncytien. Trotz der hochgradigen elektronenoptischen Ähnlichkeit bestehen bei den einzelnen Herpesviren erhebliche biologische und immunologische Unterschiede, die sich in einer reichhaltigen Pathologie des Infektionsträgers niederschlagen. Beim Menschen sind bisher folgende Herpesviren bekannt:
  1. 1.
    Herpes-simplex-Virus (= Herpesvirus hominis; HSV)
    • Typ 1 („orale“)

    • Typ 2 („genitale“)

     
  2. 2.

    Varizellen-Zoster-Virus (VZV)

     
  3. 3.

    Cytomegalievirus (CMV)

     
  4. 4.

    Epstein-Barr-Virus (EBV)

     

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin · Heidelberg 1978

Authors and Affiliations

  • Hans W. Doerr
    • 1
  1. 1.Institut für Medizinische VirologieIm Neuenheimer FeldHeidelbergDeutschland

Personalised recommendations