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Kleinhirninfarkt — Klinik und Neuroradiologie

Conference paper
Part of the Verhandlungen der Deutschen Gesellschaft für Neurologie book series (VDGNEUROLOGIE, volume 2)

Zusammenfassung

Vor Einführung der Computer-Tomographie (CT) konnte ein ischämischer Infarkt im Kleinhirn nur vermutet werden, da er von einem Hirnstamminfarkt nicht eindeutig abgegrenzt werden konnte. Die typische Symptomatik einer Hemiataxie mit Gangabweichung und Fallneigung zur selben Seite nach vorausgegangenem vestibulären oder öfter auch unsystematischem Schwindel kann isoliert ebensogut auch bei Hirnstamminfarkten auftreten (8). Außerdem treten Hirnstamm- und Kleinhirninfarkt öfter gemeinsam auf, da die Kleinhirnarterien neben dem Cerebellum auch den Hirnstamm mitversorgen. Deshalb können klinisch bei ausgedehnter Hirnstammsymptomatik Krankheitszeichen von Seiten des Kleinhirninfarktes ganz in den Hintergrund treten. Hinzu kommt, daß ausgedehnte cerebel-läre Infarkte nicht selten eine Blutung oder eine Raumforderung der hinteren Schädelgrube imitieren können und dementsprechend zu Fehldiagnosen führen (4, 7). Auch haben pathoanatomische Studien gezeigt, daß Kleinhirninfarkte viel öfter asymptomatisch bleiben können als su-pratentoriell lokalisierte (9).

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1983

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