Welches Akteurs- und Rationalitätsverständnis braucht die Planungstheorie? Methodologische Reflexionen

Chapter
Part of the Ethics of Science and Technology Assessment book series (ETHICSSCI, volume 41)

Zusammenfassung

Berichte über scheiternde Planungen füllen die Nachrichten immer wieder, sei es ein umstrittenes Bahnhofsprojekt, dessen Kosten explodieren, ein Flughafenprojekt, dessen Fertigstellung immer weiter hinausgezögert wird, die längst fällige Umwandlung einer Behörde, die lange nicht vorangeht und dann nur mit erheblichen Nachbeben realisiert werden kann, oder sei es der Umbau der gesamten Energieinfrastruktur, in dem die vielen beteiligten Akteure nicht zu einer gemeinsamen Linie finden. Am Ende kommen natürlich alle diese Vorhaben „irgendwie“ in ihr Ziel, nur eben nicht so, wie geplant, sondern oft nur unter Inkaufnahme von Verspätungen, gesteigerter Kosten und unter Hinnahme z. T. erheblicher Abweichung von den ursprünglich leitenden Zielvorstellungen. Macht man dann die Ursache in schlechter Planung aus (wie es die Kommentatoren solcher Nachrichten fast reflexhaft tun) und knüpft sich daran die Erwartung oder der Vorsatz, das nächste Projekt besser zu planen, dann stellt sich die Frage nach den Maßstäben, an denen man, zur Vermeidung solcher Missstände, die Güte einer Planung ablesen kann.

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2016

Authors and Affiliations

  1. 1.WürselenDeutschland

Personalised recommendations