Die griechisch-römische Antike

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Part of the Geschichte der Naturwissenschaften book series (GN)

Zusammenfassung

Schon in der Mitte des zweiten Jahrtausends hatte sich im Bereich Anatoliens ein drittes der kleinasiatisch/nordafrikanischen Machtzentren ausgebildet, das Hethiterreich, das im 13. Jahrhundert das Machtsystem in diesem Raum neu definierte. Die Herrschaftsgebiete im Zweistromland wurden hierdurch massiv geschwächt, so dass sich neben Assur neue Machtzentren etablieren. Das zeitlich parallel auf Kreta entstandene mykenische Reich erlangte nie eine vergleichbare Bedeutung, bildete jedoch als Inselstaat ein neues Handelszentrum im Mittelmeer, das im 12. Jahrhundert unterging, nachdem seine Infrastruktur durch eine Naturkatastrophe zumindest entscheidend geschwächt war. Im endenden 8. Jahrhundert schichteten sich die politischen Verhältnisse im kleinasiatischen Raum dann noch einmal umfassend um. Die neu gewonnene Ordnung wurde durch den Einbruch der Skythen, eines Reitervolkes aus Südrussland, wieder destabilisiert. In Folge entsteht im Kleinasiatischen Raum ab 800 eine Reihe von meist nur über Jahrzehnte stabilen Herrschaftsstrukturen, bis im 6. Jahrhundert das neu entstehende Perserreich noch einmal einen Herrschaftsgroßraum aufbaut.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2015

Authors and Affiliations

  1. 1.Biologisch-Pharmazeutische Fakultät, Institut für Geschichte der Medizin, Naturwissenschaft und Technik, „Ernst-Haeckel-Haus“Friedrich-Schiller-Universität JenaJenaDeutschland

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