Die asiatischen und afrikanischen Hochkulturen

Chapter
Part of the Geschichte der Naturwissenschaften book series (GN)

Zusammenfassung

Der Schritt vommagischen Weltbild zum Mythos ist einewesentliche Etappe auch in der Entwicklung unseres Naturverständnisses, wird im Mythos doch ein Geschehen erzählt, das uns einen Zusammenhang darlegt, zu dem wir uns als Personen verhalten. Wie das Gilgamesch-Epos zeigt, erfährt sich dabei die Person, zumindest in den sagenumwobenen Führergestalten dieser Dichtung, als eigenständig agierendes Wesen.Gilgamesch agiert aus einer Kultur, die die Natur überformt hat, ihr aber noch nicht gänzlich fremd gegenübersteht. Dabei sieht er den Tod aber nicht als natürlichen Prozess, findet sich im Erleben des Todes vielmehr der Willkür der Gottheiten ausgeliefert. Im Epos ist diese Auseinandersetzung personalisiert. Für die Natur steht Enkidu, einemächtige Gestalt, aufgewachsen unter den wilden Tieren, selbst ungebärdig wie ein Tier, der sich gefangen durch die Götter langsam in die Kultur der Stadt von Gilgamesch einfügt. Gilgamesch wird der enge Freund dieses Enkidus; und es ist dessen Tod, der Gilgamesch zur Revolte gegen sein Schicksal bringt.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2015

Authors and Affiliations

  1. 1.Biologisch-Pharmazeutische Fakultät, Institut für Geschichte der Medizin, Naturwissenschaft und Technik, „Ernst-Haeckel-Haus“Friedrich-Schiller-Universität JenaJenaDeutschland

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