Workplace Learning: Integrierte Kompetenzentwicklung im Prozess der Arbeit und im Netz

Chapter

Zusammenfassung

Kompetenzentwicklung setzt formelles Wissen voraus, basiert jedoch vor allem auf Erfahrungswissen aus informellen Lernprozessen im Prozess der Arbeit, am Workplace. Informelles Lernen findet spontan, vielfach ungeplantim Alltag, am Arbeitsplatz oder in der Freizeit statt. Damit kann informelles Lernen nicht zentral geplant werden. Es kann nur durch die Lerner selbst organisiert werden. Es ist jedoch möglich, für diese individuellen Lernprozesse einen Ermöglichungsrahmen zu entwickeln, um optimale Lernvoraussetzungen zu schaffen. Damit wird auch sichergestellt, dass der für die Kompetenzentwicklung zwingend notwendige Wissensaufbau und die Qualifizierung erfolgt. In einer Fallstudie wird eine Lernkonzeption entwickelt, die mit den heutigen Lerntechnologien Workplace Learning möglich macht. Die Lerner erhalten in diesem Lernsystem die Möglichkeit, Kompetenzziele und die dafür erforderlichen Wissens- und Qualifikationsziele eigenverantwortlich zu definieren, ihre Kompetenzentwicklungs-Prozesse innerhalb des Ermöglichungsrahmens selbst zu organisieren und umzusetzen und Problemlösungen in der Praxis allein oder kollaborativzu entwickeln. Deshalb muss das KOPING-Konzept zum Co-Coaching-Konzept weiter entwickelt werden. Workplace Learning bedeutet dabei konsequent umgesetzt einen Paradigmenwechsel. Nicht mehr die Personalentwickler oder die Trainer sind primär für die Lernprozesse der Lerner verantwortlich. Diese organisieren nunmehr ihre Kompetenzentwicklung selbst und in eigener Verantwortung.

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2013

Authors and Affiliations

  1. 1.Blended Solutions GmbHBerlinDeutschland

Personalised recommendations