Public-Key Verschlüsselung

Chapter
Part of the Springer-Lehrbuch book series (SLB)

Zusammenfassung

Die Idee der Public-Key-Verschlüsselung wurde bereits in Abschn. 3.3 erwähnt. Dies wird wird hier noch einmal aufgegriffen und vertieft.

Ein zentrales Problem, das bei der Anwendung der bis jetzt beschriebenen symmetrischen Verschlüsselungsverfahren auftritt, ist die Verteilung und Verwaltung der Schlüssel. Immer wenn Alice und Bob miteinander geheim kommunizieren wollen, müssen sie vorher einen geheimen Schlüssel austauschen. Dafür muss ein sicherer Kanal zur Verfügung stehen. Ein Kurier muss den Schlüssel überbringen oder eine andere Lösung muss gefunden werden. Dieses Problem wird um so schwieriger, je mehr Teilnehmer in einem Netzwerk miteinander geheim kommunizieren wollen. Wenn es n Teilnehmer im Netz gibt und wenn alle miteinander vertraulich kommunizieren wollen, dann besteht eine Möglichkeit, das zu organisieren, darin, dass je zwei Teilnehmer miteinander einen geheimen Schlüssel austauschen. Dabei müssen dann \(n(n-1)/2\) Schlüssel geheim übertragen werden, und genausoviele Schlüssel müssen irgendwo geschützt gespeichert werden. Im Januar 2015 gab es ungefähr drei Milliarden Internet-Nutzer. Wollten die alle einen Schlüssel austauschen wären das etwa \(3\cdot 10^{18}\) Schlüssel. Das wäre organisatorisch nicht zu bewältigen.

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2016

Authors and Affiliations

  1. 1.FB InformatikTechnische Universität DarmstadtDarmstadtDeutschland

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