Die Stammesgeschichte der Pflanzen

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Zusammenfassung

Keine Theorie hat die Biologie des 19. Jahrhunderts in so hohem Maße beeinflußt, ja geradezu umgestaltet, wie die Abstammungslehre oder Deszendenztheorie. Sie hat sich entwickelt im Anschluß an die Frage, ob die Arten konstant oder veränderlich sind. LINNÉ schreibt in seiner «Philosophia botanica» (I75I): «Species tot sunt, quot diversas formas in initio produxit infinitum ens.» Damit hat LINNÉ zum Ausdruck gebracht, daß er die Arten für unveränderlich hält. Aber im gleichen Abschnitt des Werkes finden wir Sätze, die man als Hinweis auf eine gegenteilige Ansicht zitieren könnte: «Tragopogon quasi ex patre Lapsana, Hyoscyamus quasi ex patre Physalide.» Unmittelbar danach weist LINNÉ in lapidarer Form darauf hin, daß manche artenreichen Gattungen auf ein enges Wohngebiet beschränkt sind: «Gerania africana, conformia flore, Cacti omnes sola America, Aloë numerosissimae in Africa.» Einen Kommentar dieser Sätze gibt LINNÉ nicht, aber die einzige Erklärung bietet doch die Annahme, daß die zahlreichen, nahe beieinander vorkommenden Arten einer Gattung durch Umbildung aus einer Ausgangsform entstanden sind.

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© Springer Berlin Heidelberg 2013

Authors and Affiliations

  1. 1.LaufDeutschland

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