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4 Von der Zeit zum Unbewussten

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Zusammenfassung

Seit Jahrtausenden ist der Mensch umweltabhängigen zeitlichen Rhythmen unterworfen, vor allem dem Tag-Nacht- oder circadianen Rhythmus und den Jahreszeiten. Dem Wechsel von Tag und Nacht können wir uns nicht entziehen, doch um Anfang und Ende der verschiedenen Jahreszeiten vorherzusagen, benötigen wir Hilfsmittel. Wahrscheinlich zu diesem Zweck entstand in den hochentwickelten, Ackerbau betreibenden Zivilisationen Mesopotamiens (heute Irak) und Ägyptens die Astronomie. Die ersten Astronomen oder Astrologen hatten vor 3000 Jahren zwölf Sternbilder entdeckt, die im Jahresverlauf am Punkt des Sonnenaufgangs (heliakischer Aufgang, vom griechischen helios für „Sonne“) verschwanden. Das waren die zwölf Sternbilder des Tierkreises. Die Zeit hatte für die Griechen so große Bedeutung, dass sie sie zu einem Gott erhoben, Chronos. Sein Name steckt in den Bezeichnungen der Wissenschaften, die sich mit biologischen oder psychologischen Rhythmen befassen: Chronobiologie und Chronopsychologie (Lecomte und Lambert 1991).

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2013

Authors and Affiliations

  1. 1.Université de Haute BretagneRennesFrankreich

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