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Akrodynamik pp 11-15 | Cite as

Historie und Entwicklung der Akrodynamischen Therapie

  • Michael Uebele
  • Thomas Wolf
Chapter

Zusammenfassung

Roswitha Brunkows Geschichte als „Brunkow-Therapeutin“ begann im Jahr 1965 im Rahmen ihrer Tätigkeit als Krankengymnastin in der Neurochirurgie der Universitätsklinik Homburg-Saar. Die Entwicklung des Brunkow-Konzepts stand im unmittelbaren Zusammenhang mit ihrem 1965 erlittenen Unfall und ihren Erfahrungen im Rollstuhl. In der Einleitung der 5. Auflage „Stemmführung nach Brunkow“ beschrieb Dr. Vaslav Vojta die Therapeutin Roswitha Brunkow als die „Auserwählte“, die ihre Erfahrungen im Rollstuhl als Sprungbrett nutzte, um in eine neue Welt der Kinesiologie einzutauchen (Bold et al. 1989). Als Schlüsselerlebnis für diesen Sprung in die Auseinandersetzung mit der menschlichen Bewegung beschrieb R. Brunkow den Augenblick, in dem sie ein Buch aus dem Bücherregal ergriff und sich dabei mit der kontralateralen Hand auf dem Rollstuhl abstützte. Ab diesem Zeitpunkt war sie fasziniert von den erstmals bewusst erfahrenen Auswirkungen des Handstützes auf den Schultergürtel und den Rumpf, bis in das kontralaterale Bein, und sie beschäftigte sich bis zu ihrem Lebensende mit dieser Thematik. R. Brunkow erfuhr am eigenen Körper, wie sich über den Handstütz in unterschiedlichen Rotationsstellungen der Arme gesetzmäßige Muskelaktionen von der oberen Extremität auf das Axisorgan übertragen:

- Über das Stemmen in Innenrotation forcierte sie die flektorische Muskelaktivität,

- über das Stemmen in Außenrotation die extensorische Muskelaktivität des Rumpfes.

Literatur

  1. Bold et al (1989) Stemmführung nach Brunkow, 5. Aufl. Enke, StuttgartGoogle Scholar

Copyright information

© Springer Berlin Heidelberg 2013

Authors and Affiliations

  • Michael Uebele
    • 1
  • Thomas Wolf
    • 2
  1. 1.IngelheimDeutschland
  2. 2.Hohenstein-SteckenrothDeutschland

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