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Betriebswirtschaftliche Perspektive

  • 1967 Accesses

Zusammenfassung

Aus der „betrieblichen Perspektive“ werden ausgewählte Themen bzgl. des Kompetenzcenters Familie vorgestellt. Soziale Kompetenz von Mitarbeitern sind ein mitentscheidender Faktor für den Erfolg des Unternehmens. Die Toyota-Casestudy zeigt auf wie das Unternehmen mit Eltern und ihren Kompetenzen die Produktivität um das Achtfache steigern konnte. Der entscheidende Faktor: Vertrauen, als Grundlage höchster Qualität! Den Sinn und Unsinn von Teamarbeit erfahren Eltern am Arbeitsplatz und in der Familie und was gute Führung bzw. Teamklima auszeichnet. Altersmanagement wird seit dem Fachkräftemangel neu interpretiert mit Eltern als Lebensexperten. Einführung des informellen Lernens in die Personalentwicklung – eine Handreichung. Handlungskompetenzen von Eltern arbeitsrelevant formulieren – ein Leitfaden nicht nur für Eltern.

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Notes

  1. 1.

    Heute werden relativ geringe, aber stabile Zusammenhänge (Korrelationen) zwischen effektiven Führungskräften und den sogenannten Big Five -Persönlichkeitscharakteristika berichtet [16]. Beispielsweise ist es wahrscheinlicher, dass Führungskräfte effektiv sind, wenn sie hohe Werte im Hinblick auf Extraversion (r = .31), Offenheit gegenüber Erfahrung (r = .24) sowie Gewissenhaftigkeit (r = .28) aufweisen und geringe Werte im Hinblick auf Neurotizismus (r = –.24) haben. Die Korrelation ist bei der fünften Persönlichkeitsdimension (Verträglichkeit) viel geringer, r = .08, aber sie ist immer noch zuverlässig von Null verschieden. Was bedeutet hier geringer Zusammenhang? Die höchste Korrelation (Zusammenhang) zwischen Führungserfolg und Persönlichkeit weist die Extraversion mit r = 0,31 auf. Dies bedeutet, dass lediglich 10 % der Varianz des Führungserfolgs mit dieser Korrelation aufgeklärt werden kann, 90 % der Varianz stehen mit anderen Faktoren im Zusammenhang.

  2. 2.

    Diese Primärgruppe bietet dem Menschen die Ersterfahrungen sozialer Beziehungen. Akzeptanz, Zugehörigkeit, Zusammenarbeit, Solidarität, Macht und Einfluss, Autonomie, Konkurrenz, Konflikte und wie sie gelöst werden etc. werden erstmals erfahren.

  3. 3.

    Die Ohio-Gruppe konzentrierte sich auf die Führungskraft als Hauptquelle des Führungsverhaltens und versuchte, die relevanten Führungsaspekte dadurch zu klassifizieren, dass sie etwa 1800 Beschreibungen des Verhaltens von Führungskräften zusammenstellte, die später auf ungefähr 150 Items reduziert wurden. Ein vorläufiger Fragebogen wurde tausenden von Angestellten in Behörden und militärischen Organisationen vorgelegt, die angaben, in welchem Maße ihre Vorgesetzten diese Verhaltensweisen zeigten. Der endgültige Fragebogen mit der Bezeichnung Leader Behavior Description Questionnaire (LBDQ) stellt einen Meilenstein in der Geschichte der Führungsforschung dar. Mithilfe faktorenanalytischer Methoden zur Analyse von Zusammenhangsmustern zwischen den Items des LBDQ ergaben sich zwei unabhängige Dimensionen: aufgabenorientierte Verhaltensweisen (engl. initiating structure) und mitarbeiterorientierte Verhaltensweisen (engl. consideration).

  4. 4.

    Judge et al. [19] führten eine Meta-Analyse von 200 Studien mit insgesamt 300 Stichproben durch. Judge et al. fanden heraus, dass sowohl mitarbeiterorientierte (r = .49) als auch aufgabenorientierte Verhaltensweisen (r = .29) moderat ausgeprägte Korrelationen mit Führungserfolg aufwiesen. Mitarbeiterorientierte Verhaltensweisen hingen stärker mit der eingeschätzten Effektivität der Führungskraft (r = .39), mit der Motivation der Mitarbeiter (r = .40), mit der Zufriedenheit der Mitarbeiter mit ihren Führungskräften (r = .68) und mit ihrer generellen Arbeitszufriedenheit (r = .40) zusammen als aufgabenorientierte Verhaltensweisen.

  5. 5.

    Zum Alter der Väter bei der Geburt des ersten Kindes liegen nur ungenaue Zahlen vor. Es liegt vermutlich bei 36 Jahren.

  6. 6.

    Dieses Konzept wurde im Jahr 2012 von der „hessenstiftung – familie hat zukunft“ als Werkstattseminar für KMUs finanziell unterstützt.

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Lask, J.E., Kriechbaum, R. (2017). Betriebswirtschaftliche Perspektive. In: Gute Eltern sind bessere Mitarbeiter. Springer, Berlin, Heidelberg. https://doi.org/10.1007/978-3-642-34809-9_4

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