Visuelle Reizerscheinungen

  • Josef Zihl
Part of the Springer-Lehrbuch book series (SLB)

Zusammenfassung

Eine Schädigung des zentralen visuellen Systems führt zu Funktionsausfällen (sog. Negativsymptomen); sie kann aber auch visuelle Wahrnehmungen ohne externe Entsprechung (sog. Positivsymptome) auslösen. Diese als visuelle Reizerscheinungen bezeichneten Symptome sind Seheindrücke ohne externen Reiz; sie können einfach (z. B. Lichtpunkte, Linien) oder komplex (z. B. Muster, Objekte) sein; ihre Dauer reicht von Sekunden bis Minuten. Obwohl visuelle Reizerscheinungen als reale Wahrnehmungen erlebt werden, sind sich die Betroffenen in der Regel bewusst, dass es sich dabei um »Trugwahrnehmungen« handelt. Ihre Auftretenshäufigkeit schwankt je nach Ätiologie und Beobachtungszeitpunkt zwischen 2 und 60%; meist nehmen Häufigkeit und Intensität mit zunehmendem zeitlichem Abstand vom Ereignis ab. In Einzelfällen können visuelle Reizerscheinungen allerdings auch über Monate und sogar Jahre bestehen.

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© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2012

Authors and Affiliations

  • Josef Zihl
    • 1
  1. 1.Department Psychologie NeuropsychologieLudwig-Maximilians-Universität MünchenMünchen

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