Advertisement

Qualitätsmanagement in der ambulanten Versorgung onkologischer Patienten

Chapter

Zusammenfassung

Die Frage, ob niedergelassene Onkologen in ihren Praxen ein systematisches Qualitätsmanagement einführen oder nicht, stellt sich spätestens seit dem 01.01.2004 nicht mehr: Seit diesem Zeitpunkt verpflichtet das Sozialgesetzbuch (SGB V) in seinem § 135a alle Vertragsärzte, medizinische Versorgungszentren u. a., einrichtungsintern ein Qualitätsmanagement (QM) einzuführen und weiterzuentwickeln. Da niedergelassene Vertragsärzte im Allgemeinen und onkologische Schwerpunktpraxen im Besonderen an die Versorgung von Patienten der gesetzlichen Krankenversicherung gebunden sind, führt an der Beachtung dieser Vorschrift kein Weg vorbei. Konnte man in den folgenden zwei Jahren noch darüber diskutieren, was denn darunter zu verstehen sei, so hat der gemeinsame Bundesausschuss mit seiner ab dem 01.01.2006 gültigen Qualitätssicherungsrichtlinie wesentliche Elemente eines einrichtungsinternen Qualitätsmanagements einer Arztpraxis benannt und darüber hinaus einen Zeitplan vorgegeben, der in einem gestuften Verfahren die Einführung der einzelnen Elemente in den deutschen Arztpraxen vorsieht. Diese Richtlinie zum einrichtungsinternen Qualitätsmanagement steht dabei in enger Verbindung zu einem breiten Spektrum von Maßnahmen und Vorgaben unter dem Oberbegriff der Qualitätssicherung, die gesetzliche und untergesetzliche Normgeber, insbesondere die »gemeinsame Selbstverwaltung« von Leistungsanbietern und Krankenkassen, in den letzten Jahren entwickelt haben.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

References

  1. 1.
    AIO (2010) Arbeitsgemeinschaft Internistische Onkologie (AIO) der DKG. http://www.aio-portal.de. Gesehen 7 Jan 2010
  2. 2.
    AKS (2010) Arbeitskreis Klinische Studien (AKS). http://www.akstudien.de. Gesehen 7 Jan 2010
  3. 3.
    Aly AF, Schmitz S (2005) Qualitätssicherung in der ambulanten onkologischen Krankenversorgung. Der Onkologe 12: 1278CrossRefGoogle Scholar
  4. 4.
    ÄZQ (2006) Ärztliches Zentrum für Qualität in der Medizin (ÄZQ). Das Deutsche Leitlinien-Clearing-Verfahren 1999–2005, Abschlussbericht, BerlinGoogle Scholar
  5. 5.
    BÄK (2007) Empfehlungen der Bundesärztekammer und der Zentralen Ethikkommission bei der Bundesärztekammer zum Umgang mit Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung in der ärztlichen Praxis. Deutsches Ärzteblatt 30. März 2007, 891–896Google Scholar
  6. 6.
    BÄK (2008) Bundesärztekammer (Hrsg), Querschnitts-Leitlinien zur Therapie mit Blutkomponenten und Plasmaderivaten, BerlinGoogle Scholar
  7. 7.
    Baumann W, Nonnenmacher A., Weiß B, Schmitz S (2008) Patientenzufriedenheit in onkologischen Schwerpunktpraxen. Deutsches Ärzteblatt 105(50), 871–877Google Scholar
  8. 8.
    Bell C, French W (1994) Organisationsentwicklung, StuttgartGoogle Scholar
  9. 9.
    BNHO e. V. (2009), Qualitätsbericht der onkologischen Schwerpunktpraxen 2009, KölnGoogle Scholar
  10. 10.
    BSG (2006) Urteil des Bundessozialgerichts vom 4. April 2006 (B 1 KR 07/05 R) über Import-Arzneimittel — To-mudex-Urteil. http://www.bsg.bund.de. Gesehen 5 Mai 2007
  11. 11.
    DGHO (2005) Onkologische Zentren — eine Stellungnahme der DGHO zu den Anforderungen an eine kontiniuierliche, umfassende, ambulante und stationäre Versorgung von onkologischen Patienten. http://www.dgho.de/dgho/publikat.htm Gesehen 25 Apr 2007
  12. 12.
    Diehl F, Gibis B (2007) Qualität und Entwicklung in Praxen, QEP-Manual, Kernziel-Version, KBV, Berlin, S XIGoogle Scholar
  13. 13.
    Gemeinsamer Bundesausschuss (2007) Beschluss über eine Änderung der Richtlinie Methoden vertragsärztliche Versorgung, Positronenemissionstomografie (PET) vom 18. Januar 2007, BAnz. Nr. 79 vom 26.04.2007, 4362Google Scholar
  14. 14.
    Halbe B, Schirmer HD (2007) Handbuch Kooperationen im Gesundheitswesen, Rechtsformen und Gestaltungsmöglichkeiten, HeidelbergGoogle Scholar
  15. 15.
    Heese B, Zur Mühlen A (2009) Tätigkeiten mit Zytostatika. Ein Leitfaden für die Praxis. Regierung von Oberbayern, Gewerbeaufsichtsamt, MünchenGoogle Scholar
  16. 16.
  17. 17.
  18. 18.
  19. 19.
    http://www.lymphome.de. Kompetenznetz Maligne Lymphome (KML)
  20. 20.
  21. 21.
    http://www.in-gho.de. Initiative Geriatrische Hämato-logie und Onkologie
  22. 22.
    KBV (2008) Statistische Informationen aus dem Bundes-arztregister, Stand 31.12.2008. http://www.kbv.de/publikationen/125.html. Gesehen 18 Jan 2010
  23. 23.
    KBV (2009) Anlage 7 Bundesmantelvertrag: Onkologie-Vereinbarung. Vereinbarung über die qualifizierte ambulante Versorgung krebskranker Patienten, http://www.kbv.de/rechtsquellen/134.html. Gesehen 10 März 2010
  24. 24.
    KBV (2009) Versichertenbefragung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung 2009. Ergebnisse einer repräsentativen Bevölkerungsumfrage März 2009. http://www.kbv.de. Gesehen 3 März 2010
  25. 25.
    Kleeberg UR, Tews JT, Ruprecht T, Hoeing M, Kuhlmann A, Runge C (2005) Patient satisfaction and quality of life in cancer outpatients: results of the PASQOC study. Support Care Cancer 13(5): 303–310CrossRefPubMedGoogle Scholar
  26. 26.
    Klinkenberg U (2007) Zur Wirksamkeit von QM-Sys-temen in der ambulanten Versorgung — eine empi-risch-explorative Studie. http://www.qm-arztpraxis.de. Gesehen 18 Apr 2007
  27. 27.
    Ködding DK (2007) Anwendbarkeit und Relevanz Geriatrischer Assessments bei Tumorpatienten über 70 Jahren in der ambulanten Versorgung, Dissertation, KölnGoogle Scholar
  28. 28.
    Müller T (2006) Patientensicherheit in der Onkologie. Strategien zur Vermeidung von Fehlern bei der Chemotherapie. In: Forum DKG 1/06, 35–40Google Scholar
  29. 29.
    Obermann K, Müller P (2007) Qualitätsmanagement in der ärztlichen Praxis. Eine deutschlandweite Befragung niedergelassener Ärztinnen und Ärzte. http://www.stif-tung-gesundheit.de/forschung/studien.htm. Gesehen 6 Feb 2010
  30. 30.
    Ollenschläger G (2000) Gedanken zur Zertifizierung in der ambulanten Versorgung, dargestellt am Beispiel der DIN EN ISO-Zertifizierung. In: ZaefQ 2000, 94: 645–649Google Scholar
  31. 31.
    RKI (2001) Anforderungen an die Hygiene bei der Aufbereitung von Medizinprodukten, Bundesgesund-heitsbl — Gesundheitsforsch — Gesundheitsschutz, 11/2001, 1115–1126Google Scholar
  32. 32.
    Schmitz S (2006) Die Therapieentscheidung muss beim Arzt bleiben. Im Focus Onkologie, Sonderausgabe 1/2006Google Scholar
  33. 33.
    Schmitz S et al. (2003), Wenn Therapiekosten zum Zankapfel werden. Deutsches Ärzteblatt 100, 25. Juli 2003, A 1995-1997Google Scholar
  34. 34.
    Simoes E, Mayer ED, Boukamp FW (2005) Indikatoren im Rahmen des internen Qualitätsmanagements in Arztpraxen. Arbeitsmedizin, Sozialmedizin, Umweltmedizin 40(7): 398–408Google Scholar
  35. 35.
    Steinmetz T (2007) Hämatologie und Onkologie. In: Birkner et. al. (Hrsg) Qualitätsmanagement Innere Medizin (QMI), München und JenaGoogle Scholar
  36. 36.
    Streuf R et al. (2006) Qualität und Qualitätsentwicklung in Praxen — epidemiologische Ergebnisse der begleitenden Evaluation des neuen Qualitätsmanagementsystems der KBV, Z. ärztl. Fortbild. Qual. Gesundh. wes 2006, 113–120Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2010

Authors and Affiliations

  1. 1.Wissenschaft liches Institut der Niedergelassenen Hämatologen und Onkologen GmbH-WINHOKöln
  2. 2.Gemeinschaft spraxis für Onkologie und HämatologieKöln

Personalised recommendations