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Abnorme Phytopharmakawirkungen durch genetische Ursachen

  • Rudolf Hansel
Part of the Springer-Lehrbuch book series (SLB)

Zusammenfassung

Pflanzenstoffe unterscheiden sich grundsätzlich, was die Art der unerwünschten Nebenwirkungen anbelangt, nicht von synthetischen Arzneistoffen. Das trifft auch 1) für Arzneistoffintoleranzen durch genetisch bedingte Enzymdefekte sowie 2) für idiosynkratische Reaktionen infolge von Enzympolymorphismus zu.
  1. 1.

    Für genetisch bedingte Unverträglichkeiten, die durch Naturstoffe ausgelöst werden, liegen bisher nur einige wenige Untersuchungen vor. Relativ gut ist die Datenlage zu den unerwünschten Wirkungen der Pyrimidine aus Vicia-faba-Früchten. Auf die Abgrenzung erythrozytärer Enzymdefekte, die genetisch bedingt sind, und solchen, die immunologisch-allergischen Ursprungs, also erworben sind, wird in diesem Zusammenhange hingewiesen.

     
  2. 2.

    Mit pharmakokinetischen Anomalien infolge von Enzympolymorphismus muss nach Einnahme von Coffein, Codein, Kava-Kava und Spartein gerechnet werden. Aus dem Alltag bekannt sind idiosynkratische Reaktionen gegenüber rote Beete und Spargel. Diese Beispiele aus dem Bereich der Lebensmittelchemie werden erörtert, weil sich an ihnen ein wichtiger Unterschied verdeutlichen lässt, nämlich der Unterschied zwischen einer von Geburt an genetisch determinierten und einer im Laufe eines individuellen Lebens erworbenen Idiosynkrasie.

     

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© Springer Medizin Verlag Heidelberg 2010

Authors and Affiliations

  • Rudolf Hansel
    • 1
  1. 1.München

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