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Die Lichter gehen aus

Iris — Alzheimer-Demenz (ICD-10: F00)
  • Axel Karenberg
  • Hans Förstl

Auszug

Glaubt man Thriller-Autoren und Hollywood-Regisseuren, so handelt es sich bei den faszinierenden Gedächtnisstörungen mit dem Verlust der eigenen Identität um häufig auftretende Phänomene. Klinische Neurowissenschaftler würden sich auch gerne mit derartigen Problemen beschäftigen, finden sie aber kaum. Bei genauerer Untersuchung stellt sich oft heraus, dass nicht exotische zerebrale Fehlfunktionen, perfide psychopharmakologische Manipulationen oder die raffinierte Elektronik einer schurkischen Macht dahinter stecken, sondern Simulation, besondere psychische Belastungen oder gut bekannte psychische Erkrankungen, die bei den Betroffenen bisher einfach noch nicht diagnostiziert worden waren. Produzenten und Publikum lassen sich von diesen ungewöhnlichen Amnesien lieber in Spannung versetzen als durch die gewöhnliche Alzheimer-Demenz. Trotzdem entstand in den letzten Jahren eine Reihe von Filmen, die sich auf unterschiedlichste Art und Weise des Themas Alzheimer annehmen. Iris ist ein besonders respektables Beispiel.

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Literatur

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Copyright information

© Springer Medizin Verlag Heidelberg 2008

Authors and Affiliations

  • Axel Karenberg
    • 1
  • Hans Förstl
    • 2
  1. 1.Institut für Geschichte und Ethik der MedizinUniversität KölnKöln
  2. 2.Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und PsychotherapieTU MünchenMünchen

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