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Rechtsnatur des Forschungsprotokolls und Verhältnis zur Biomedizinkonvention

Part of the MedR Schriftenreihe Medizinrecht book series (MEDR)

Auszug

Das Forschungsprotokoll ist ein völkerrechtlicher Vertrag32, der regelungstechnisch als Rahmenkonvention zu qualifizieren ist33. Es zeichnet sich dadurch aus, dass es zwar rechtlich verbindliche Normen enthält34, diese jedoch sehr offen formuliert sind und damit für die Vertragsstaaten keine weitreichenden Verpflichtungen entfalten35. Charakteristisch ist die Verwendung zahlreicher unbestimmter Rechtsbegriffe, unscharfer Oberbegriffe und Kompromissformeln36.

Literatur

  1. 33.
    Riedel, in: Taupitz (Hrsg.), Menschenrechtsübereinkommen, S. 29, 34; Rudloff-Schäfer, in: Eser (Hrsg.), Biomedizin und Menschenrechte, S. 26, 33; dies., DuD 1999, 322, 323; Winter, in: Honnefelder/Taupitz/Winter (Hrsg.), Übereinkommen über Menschenrechte und Biomedizin, S. 33, 35.Google Scholar
  2. 34.
    Insoweit darf eine Rahmenkonvention nicht mit dem sog. „soft law“, das keine eigene Völkerrechtsquelle bildet und dementsprechend auch nicht justiziabel ist und nicht zur Staatshaftung führen kann, verwechselt werden. Vgl. Hobe/Kimminich, Völkerrecht, 4.8.Google Scholar
  3. 35.
    Riedel, in: Taupitz (Hrsg.), Menschenrechtsübereinkommen, S. 29, 34.Google Scholar
  4. 36.
    Taupitz, Biomedizinische Forschung, S. 19.Google Scholar
  5. 39.
    Siehe auch Taupitz, Biomedizinische Forschung, S. 7.Google Scholar
  6. 40.
    Vgl. dazu Beckmann, in: Taupitz, Menschenrechtsübereinkommen, S. 141 ff.Google Scholar
  7. 42.
    Reusser, in: Taupitz, Menschenrechtsübereinkommen, S. 49, 59; vgl. auch die Ausführungen zu Art. 2 Abs. 2 FP, S. 62 ff.Google Scholar
  8. 43.
    Dazu Taupitz, Biomedizinische Forschung, S. 7 f.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2008

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