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Der Gleichgewichtsbegriff als Instrument der geldtheoretischen Analyse

Chapter
Part of the Meilensteine der Nationalökonomie book series (MEILENATIONAL)

Auszug

Eigentlich ist es schwer zu begreifen, daß während der ereignisreichen Jahre, die seit dem Ausbruch des Weltkrieges verflossen sind, die Nationalökonomen überhaupt einmal Zeit und Ruhe zu klarem Denken und zu sorgfältiger Beobachtung gefunden haben. Die Veränderungen auf dem Gebiete der Wirtschaftspolitik und besonders in der monetären Sphäre haben den Charakter gewaltiger Umwälzungen gehabt, die die kapitalistische Ordnung in ihren Grundfesten erschüttert haben. Immer hat es sich darum gehandelt — und das gilt heute mehr als je zuvor —, schnelle und mutige Beschlüsse zu fassen. Die Praxis hat daher an die Forschung in erster Linie die Forderung nach möglichst einfachen theoretischen Konstruktionen gestellt, von denen angenommen werden konnte, daß sie von den gehetzten Finanziers und Staatsmännern unmittelbar verstanden und angewendet werden konnten, die eine immer recht zweifelhafte und unsichere Kontrolle über die finanziellen und politischen Institutionen der Welt in der Hand hatten. Den Forderungen des Tages sind diejenigen Nationalökonomen am besten gerecht geworden, die umkomplizierte, „ready-made“ theoretische Erklärungen und Verhaltungsmaximen sozusagen „von der Stange“ liefern konnten, die unmittelbar Bezug nahmen auf die Erscheinungen, die an der Oberfläche der Ereignisse sich abspielten und daher wichtig erschienen.

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Literatur

  1. 1.
    K. Wicksell, „Geldzins und Güterpreise“, Jena 1898 (hiernach zitiert „Geldzins“), S. III u. 39 ff., und Ders., „Vorlesungen über Nationalökonomie auf der Grundlage des Marginalprinzips“, Jena 1913–1922, 2. Band, „Geld und Kredit“ (hiernach zitiert „Vorlesungen“ nach 2. Aufl. 1928) S. 160 u. a. St.Google Scholar
  2. 1.
    Siehe die in voriger Anmerkung zitierten Arbeiten, dazu „Der Bankzins als Regulator der Warenpreise“ in Jahrbüchern fur Nationalökonomie und Statistik, III. Folge, 13. Bd., 1897, und „The Influence of the Rate of Interest on Prices“ in Economic Journal, 1907. Wicksell hat dazu noch eine Reihe von geldtheoretischen Aufsätzen in der Ekonomisk Tidskrift veröffentlicht, die jedoch nur auf Schwedisch vorliegen.Google Scholar
  3. 2.
    Wickseix hat niemals eine übermäßige Orjginalität für sich in Anspruch genommen. Er gab sich vielmehr die größte Mühe, gerade an diese hier andeutungsweise erwähnte ältere Diskussion anzuknüpfen, vor allem an Ricardos Theorie über den Zusammenhang von Goldmenge, Zinsfuß und Preisniveau (siehe „Geldzins“, S. IV und passim). David Davidson betonte später mit erneutem Nachdruck den Zusammenhang der Wicksellschen Theorie mit der klassischen Geldlehre. Als doktrinhistorische Skizze siehe nunmehr auch Friedrich A. Hayek, „Preise und Produktion“, Wien 1931, Kap. 1.Google Scholar
  4. 3.
    „Penningpolitikens mål“, Lund 1929, und „Penningpolitikens medel“, Lund 1930; siehe die Besprechung von Mackenroth im Weltwirtschaftlichen Archiv, „Ziele und Wege der Geldpolitik“, Weltw. Archiv 1932, I, S. 171*.Google Scholar
  5. 1.
    „Theorie des Geldes und der Umlaufsmittel“, München 1912, 2. Aull. München 1924, und „Geldwertstabilisierung und Konjunkturpolitik“, Jena 1928.Google Scholar
  6. 2.
    „Geldtheorie und Konjunkturtheorie“, Wien 1929, und „Preise und Produktion“, Wien 1931.Google Scholar

Literatur

  1. 1.
    Siehe Wicksell, „Den dunkla punkten i penningteorien“, Ekonomisk Tidskrift, 1903, S. 487, „Vorlesungen“o S. 28, „Geldzins“ S. 17, 21, 27.Google Scholar
  2. 2.
    Lindahl, „Om förhällandet mellan penningmängd och prisnivå“, Juridiska Fakultetens i Uppsala minnesskrift 1929, 9.Google Scholar
  3. 1.
    Siehe besonders „Business Cycles. The Problem and its Setting“, New York 1927.Google Scholar
  4. 1.
    Vgl. hiezu eine Arbeit von Emil Sommarin, dem Nachfolger Wicksells aul dem Lehrstuhl für Nationalökonomie an der Universität Lund: „Das Lebenswerk von Knot Wicksell“, Zeitschrift für Nationalökonomie, II. Bd., 2. H., 1930.Google Scholar
  5. 1.
    „Vorlesungen“ S. 180f., 291f.Google Scholar
  6. 2.
    „Vorlesungen“ S. 181.Google Scholar
  7. 3.
    Siehe Lindahl, „Penningpolitikens medel“, S. 12 ff.Google Scholar

Literatur

  1. 2.
    Ich habe Lindahl in diesem Punkte in einer schwedischen Veröffentlichung, „Om penningteoretisk jämvikt“, Ekonomisk Tidskrift, 1931, h. 5 und 6, eingehend kritisiert und darin nachgewiesen, daß seine Argumente gegen die geldtheoretische Gleichgewichtsvorstellung falsch sind, daß ferner seine eigenen äußerst wertvollen positiven Beiträge zum Ausbau und zur Verbesserung der Wicksellschen Geldtheorie sämtlich implizite die Vorstellung eines geldtheoretischen Gleichgewichts enthalten und daß seine Versuche, von dieser Vorstellung loszukommen, explizite immer dazu geführt haben, daß seine theoretische Analyse in verschiedener Hinsicht nicht so in die Tiefe gedrungen ist, wie sonst möglich gewesen wäre. Lindahls Arbeit, von der ich in anderen Dingen, als die hiernach einer intensiven Analyse unterzogen werden, mehr gelernt habe als von irgendeinem anderen modernen geldtheoretischen Werk, liegt nur auf schwedisch vor, ich werde daher meine Kritik hier nicht wiederholen, sondern mich ganz auf eine positive Darstellung konzentrieren, die unmittelbar an Wicksell anknüpft.Google Scholar
  2. 1.
    Siehe „Penningpolitikens medel“, S. 36, Anm. 3.Google Scholar
  3. 1.
    „Geldzins“, S. 92, 93 u. a. St.Google Scholar
  4. 2.
    „Geldzins“, S. 92, 111 u. a. St.Google Scholar
  5. 1.
    Wicksells Terminologie ist nicht immer klar. Wir halten uns hier jedoch an den Grundgedanken seines ganzen Werkes und bezeichnen als „natürlichen Zins“ die Produktivitätsrelation, während der „normale Zins“ prinzipiell ein Leihzins ist, derjenige nämlich — und hier besteht die Möglichkeit einer Unklarheit —, der übereinstimmt mit dem „natürliehen Zins“ oder derjenige, der Gleichgewicht auf dem Kapitalmarkt bewirkt, oder derjenige, der ein unverändertes Preisniveau garantiert.Google Scholar
  6. 1.
    Die Voraussetzung ernes „stationären“ Zustandes setzt nicht nur allgemeines Gleichgewicht (von gewisser Beschaffenheit) bei gegebenen Preisbildungsfunktionen voraus. sondern darüber hinaus eine bestimmte Form dieser Funktionen. Siehe Myrdal, „Prisbildningsproblemet och föränderligheten“, Uppsala 1927, S. 5, Anm. 1 u. a. St., sowie Lindahl, „Prisbildningsproblemet från kapitalteoretisk synpunkt“, Ekonomisk Tidskrift 1929, S. 41 f.Google Scholar
  7. 2.
    Den Angriffen der theoriefeindlichen Empiristen kann man ja nur mit einer praktisch anwendbaren Theorie begegnen, siehe z. B. das tolgende Zitat aus Wagemanns „Konjunkturlehre“, Berlin 1928, S. 166, und vergleiche dazu das wissenschaftstheoretische Problem unten Kapitel IX. Wagemann schreibt über Wicksells Geldlehre: „In diesem wie in anderen Fällen werden die empirisch festgestellten Tatsachen durch die ‚Theorie ‘eher verdunkelt als geklärt. Denn es ist doch reine Metaphysik, wenn davon geredet wird, daß die Zinssätze dem ‚natürlichen Kapitalzins ‘entsprechen müßten. Oder weiß man diesen Zins irgendwie positiv zu bestimmen ?... Welche konkreten Gleichungen weiß man für diese beidcn Faktoren aufzustellen ? Erklärt wird mit der Begriffsmystik dieser — der scholastischen Humoralpathologie so verzweifelt verwandten — Theorie hier gar nichts“ usw. Wagemann hat sachlich durchaus recht. Wicksells „natürlicher Zins“ gehört überhaupt nicht dieser Welt an. Aber die Frage ist, ob man nicht durch eine Vervollständigung des Wicksellschen Gedankengangs zu Fragestellungen kommen kann, die nicht nur bei der Deutung der „empirisch festgestellten Tatsachen“ von Nutzen sein können, sondern auch bei deren Beobachtung. „Tatsachen“ sind ja eben nicht so leicht greifbare Dinge, besonders wenn sie allgemeineren Charakters sind. Jeder Formulierung von „Tatsachen“ liegen umfangreiche theoretische Hypothesen zugrunde, was Wagemann vielleicht übersehen haben dürfte.Google Scholar

Literatur

  1. 1.
    „Geldzins“, S. 93 ff.Google Scholar
  2. 1.
    Wickseix sagt: „Wenn nun das Geld von den Geldverleihern tatsächlich zu diesem Zinssatze dargeliehen wird, so dient der Gebrauch des Geldes nur als eine Einkleidung eines Vorgangs, der, rein begrifflich gesprochen, sich ebenso gut ohne Geld hätte vollziehen können, und es werden die Bedingungen des ökonomischen Gleichgewichts in ganz derselben Weise erfüllt.“ („Geldzins“, S. 95 f., Kursivierrung von mir.) Diese Behauptung ist nur unter absolut stationären Bedingungen zutreffend, wo alle relativen Preise (einschließlich des Geldwertes) unveränderlich sind; sie ist also nicht richtig unter den wirklichkeitsnäheren Voraussetzungen, die Wicksell gleich danach behandelt, daß nämlich verschiedene Primärveränderungen eintreten, die nicht vollständig und mit Sieherheit vorausgesehen sind. Der Tauschwert des Geldes wird nämlich dann mit Notwendigkeit gegenüber verschiedenen Gütern in verschiedener Weise verändert, und bei jedem Zinssatz wird deshalb der Kredit von verschiedener Bedeutung für die Rentabilität verschiedener Arten von Unternehmungstätigkeit und damit für die Tauschrelationen. Das Geld ist dann nicht mehr nur eine „Einkleidung“ des Preisbildungsablaufs. Vgl. Myrdal, „Prisbildningsproblemet och föränderligheten“, Uppsala 1927, S. 179 f. u. a. St.Google Scholar
  3. 2.
    Wicksell, „Vorlesungen“, S. 179: „Einen Darlehenszins, welcher so einen unmittelbaren Ausdruck des realen Kapitalzinsfußes bildet, nennen wir normal. Um diesen Begriff wirklich scharf zu fassen und zu definieren, müssen wir uns jedoch über den eigentlichen Begriff des Realkapitals klar Rechenschaft geben. Natürlich handelt es sich hier zunächst nicht um das bereits an die Produktion gebundene, mehr oder minder feste Kapital, wie Gebäude, Schiffe, Maschinen usw., denn sein Ertrag hat nur mittelbaren Einfluß auf den Zinsfuß, insofern nämlich, als er zum Anwenden neuen Kapitals in der Produktion verlocken oder davon abschrecken kann. Dieses letztere, das Kapital in seiner beweglichen, freien und ungebundenen Form, ist gerade das, was hier in Frage kommt.“Google Scholar
  4. 1.
    Wickseix spricht oft selbst von „Gewinnchancen“ und ähnlichem, statt vom „natürlichen Zins“.Google Scholar
  5. 1.
    Siehe Lindahl, „Penningpolitikens medel“, S. 22, 51 ff.Google Scholar
  6. 1.
    Siehe Myrdal, „Prisbildningsproblemet och foränderligheten“, S. 57 ff.Google Scholar

Literatur

  1. 1.
    „Om penningteoretisk jämvikt“, Ekonomisk Tidskrift 1931, S. 228 ff.Google Scholar

Literatur

  1. 2.
    „Geldzins“, S. 2ff. und „Vorlesungen“, I, 2, S. 52 u. a. St.Google Scholar
  2. 1.
    In diesen Bahnen muß Wicksells Denken verlaufen sein. Siehe z. B. lolgende Zeilen, wo er hervorhebt, daß die Banken sich darauf einrichten sollen, „den durchschmttlichen Geldzinsfusß zur Übereinstimmung mit dem natürlichen Kapitalzinsfuße zu bringen“: „Nicht etwa in der Weise, daß die Bauken den Stand des natürlichen Kapitalzinses wirklich ermitteln sollten, um darnach ihre eigenen Zinssätze einzurichten. Dies wäre selbstverständlich unausführbar, zugleich aber auch vollkommen überflüssig, da ja eben der jedesmalige Stand der Güterpreise für die Übereinstimmung oder Nichtübereinstimmung der beiden Raten ein zuverlässiges Kennzeichen darstellt. Der Vorgang würde vielmehr einfach der folgende sein: bei unveränderten Preisen würde auch der Zinssatz der Banken unverändert bleiben, bei steigenden Preisen müßte der Bankzins erhöht, bei fallenden Preisen erniedrigt, und jedesmal auf dem so erreichten Stande erhalten werden, bis eine weitere Bevvegung der Preise eine neue Veränderung der Zinssätze in dieser oder jener Richtung verlangt“ („Geldzins“, S. 172 f.).Google Scholar
  3. 3.
    Das Argument ist vielleicht am klarsten in den folgenden Zeilen von Davidson ausgesprochen: „Die Steigerung der Produktivität hat ja die Gewinnaussichten erhöht, solange die Warenpreise unverändert sind, und somit ist der natürliche oder reale Zins gegenüber dem Geldzins zu hoch geworden... Dieses Ergebnis erscheint vielleicht verblüffend, denn es bedeutet, daß man mit Wicksells theoretischen Sätzen als Ausgangspunkt zu ganz anderen praktischen Resultaten kommt, als er sie im Auge hatte: Erhaltung der Warenpreise auf unveränderter Höhe“ (Ek. Tidskr. 1909, S. 23, Kursiv von mir). — Der Gedanke Wicksells in der Frage der praktischen Geldpolitik ist nun ja, daß dieser angefangene Prozeß der Fortentwicklung von einem Gleichgewicht möglichst schnell durch eine Steigerung des Geldzinses abgestoppt werden soil, die auf jeden Fall ein Steigen der Warenpreise verhindert, das sonst eintreten würde. Aber gerade weil man dabei für eine gewisse Zeitspanne ein mangelndes Gleichgewicht zugelassen hat, kann es seine Schwierigkeiten haben, dieses Resultat ohne eine Krise zu erreichen, so muß man Davidson interpretieren. Übrigens interessiert uns gerade in diesem Zusammenhang, wo wir die rein theoretische Frage behandeln, von Davidsons These nur so viel, wie in der Behauptung enthalten ist, daß bei stattfindenden Produktivitätsveränderungen ein unverändertes Preisniveau kein Gleichgewicht zwjschen Geldzins und natürlichem Zins garantiert.Google Scholar
  4. 1.
    Jede Messung der Produktivität ist ja schon deshalb undurchführbar, weil sie eine Aufspaltung der Produktivitätsveränderungen in qualitative und quantitative erfordert. Vgl. im übrigen auch Mackenroths Besprechung von Lindahl, a. a. O.Google Scholar

Literatur

  1. 2.
    Vgl. Wicksell, Vorlesungen I, II, S. 198.Google Scholar

Literatur

  1. 1.
    Erschienen im März 1922 [deutsche Übersetzung von Wolfgang Biermer, Leipzig 1925, S. 46].Google Scholar
  2. 1.
    Schriften des Vereines für Sozialpolitik 170 (1924).Google Scholar
  3. 1.
    Daß diese Steigerung, wie Davidson hervorhebt, zumindest zum Teil dadurch verursacht wurde, daß die Reichsbank zu zeitig ihren Diskont herabsetzte, dürfte nicht zu bestreiten sein. Nachdem, was Cassel darüber äußert (S. 172f.), kann der uneingeweihte Leser schwerlich eine andere Auffassung bekommen, als daß er selbst ein Gegner dieser Maßregel sei. In Wirklichkeit hatte er ungefähr eine Woche früher auf einer noch stärkeren Herabsetzung des Diskontes bestanden, mit der seltsamen Motivierung, daß der Dollar schon über die Parität gestiegen sei. Unleugbar auch ein origineller Einsatz zu seinem gleichzeitigen Vorschlag betreffs der Freigabe des Goldexportes.Google Scholar
  4. 2.
    Merkwürdigerweise wird dieser Satz von Cassel, bestritten, obwohl er von sich aus geeignet wäre, in nicht geringem Grade sein eigenes Argument zu verstärken. Noch weiter als Cassel geht in dieser Hinsicht Schumpeter (Kreditkontrolle, Arch. für Sozialwissenschaft 1925, H. 1, S. 295), welcher meint, daß ein ständig hoher Bankzins am Anfang allerdings eine Preissenkung mit sich führt, aber zu guter Letzt zu wirken aufhören muß, weil er fähig ist, die Produktion zu verringern und dadurch die Warenknappheit zu erhöhen. Meinerseits bin ich davon ausgegangen, daß die Größe der Produktion — abgesehen von Krisenphänomen — im ganzen unverändert bleibt, solange die realen Produktionsfaktoren, Erde, Arbeit und Realkapital, sich nicht verändern. Der Bankzins wirkt nur auf die Konkurrenz der Unternehmnugen über deren Produktionsfaktoren, indem er deren und die übrigen Preise ununterbrochen zum Sinken oder zum Steigen bringt, solange der ungewöhnliche hohe, resp. niedrige Bankzins besteht. Wäre Cassels und noch mehr Schumpeters Auffassung richtig, so könnten die Banken ad libitum ihre Zinssätze erhöhen oder senken, ohne andere Gefahr als die einer einmaligen Senkung resp. Erhöhung der Warenpreise hin, was unsinnig erscheint. Wie kompliziert indessen das ganze Problem ist, geht unter anderem daraus hervor, daß ein hoher Bankzins, besonders wenn er auch den Preis senkt, geeignet sein sollte, ein freiwilliges Sparen hervorzulocken und daher die Größe des Realkapitals steigert, ein niedriger Bankzins hingegen mit der daraulfolgenden Preissteigerung, bei Personen mit festem Einkommen ein unfreiwilliges Sparen erzwingt, was auch zu einer Vermehrung des Realkapitals führen dürfte. Alle diese Sachverhalte klar zu erörtern, mag eine Aufgabe zukünftiger Forschung sein.Google Scholar
  5. 1.
    Angeführte Arbeit, S. 53.Google Scholar
  6. 1.
    Emil Diesen, Preisniveau, Valuta, Kurse usw. Statsök. Tidskr. 1922. Soviel ich sehen kann, stimmen seine für Schweden angegebenen Ziffern, jedoch nicht in allem, mit denen von Davidson in H. 1 der Ek. Tidskr. 1925 angeführten überein.Google Scholar

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© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2007

Authors and Affiliations

  1. 1.Universität StockholmStockholm

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