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SOA? pp 175-190 | Cite as

Geschäftsprozess

Part of the Xpert.press book series (XPERT.PRESS)

Auszug

Modelle existieren in der Geschäftswelt, um Vorhersagen zu treffen. Ein Modell in diesem Sinne gilt als erfolgreich, wenn es vorhersagbar ist und Vorhersagen macht. Eines der Mittel des Modells ist die Komplexitätsreduktion und die Wegnahme an Angst vor der Zukunft bei den Beteiligten, beides kann erreicht werden, wenn die Zukunft vorhersagbar wird. Ironischerweise wird das Versagen der Vorhersage eines Modells in aller Regel nicht dem Modell angelastet (es beschreibt ja offensichtlich nicht die Realität), sondern behauptet, dass das Modell schlecht umgesetzt wurde.1 Fast alle heutigen Modellierungsversuche für die Geschäftswelt treffen eine Reihe von stillschweigenden Annahmen:
  • Kontinuitätsprinzip — Die Welt ist stabil genug, so dass Veränderungen vorhersehbar sind.2

  • Primat der Dokumentation — Das Modell dient zur Beschreibung und nicht zur Vorhersage.3

  • Isoliertheit — Die Grenzen der Organisation oder des Prozesses sind klar definiert.4

  • Identität — Die Identität der Organisation ist vorgegeben und muss nicht diskutiert werden.5

  • Primat des Ziels — Das Ergebnis ist wichtiger als der Prozess.6

Diese stillschweigenden Annahmen suggerieren eine Stabilität und Separation des Modellierers von der Realität, in der er modelliert, mit der Folge, dass heute wenige Modelle tatsächlich die Realität abbilden oder Vorhersagekraft besitzen.

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© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2007

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