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  • Peter Ludes
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Zusammenfassung

Systemtheoretisch lässt sich die Ausdifferenzierung funktionaler Teilbereiche moderner Gesellschaften - vor allem von Politik, Wirtschaft, Familie, Religion, Wissenschaft - auch als Ausdifferenzierung symbolisch generalisierter Kommunikationsmedien verstehen: von Macht, Geld, Liebe, Glaube und Wahrheit. Für die historisch neueren funktional ausdifferenzierten Systeme, wie Kunst und Massenmedien, ist eine entsprechend klare Zuordnung funktionsspezifischer Kommunikationsmedien noch nicht so eindeutig - trotz Luhmann (1995a, 1996). In „Gesellschaftsstruktur und Semantik“ interpretierte Luhmann (1995b: 298) die „verstärkte Differenzierung und Spezifizierung symbolisch generalisierter Kommunikationsmedien“ als eine „Ersetzung von Natur durch Geschichte“. Diese Differenzierung kann „auch semantisch legitimiert werden“. Seit Ende des zwanzigsten Jahrhunderts kann man - mit Münch (1991, 1995) - fragen, inwieweit die Perspektivierung einer vorrangigen funktionalen Differenzierung zumindest teilweise historisch obsolet wurde und durch eine verstärkte Konzentration auf die Interpenetration zuvor primär funktional differenzierter Teilbereiche ergänzt (und teilweise ersetzt) werden muss.

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© VS Verlag für Sozialwissenschaften | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH 2011

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  • Peter Ludes

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