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Informationsüberfluss? Wissensknappheit!

  • Peter Ludes
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Zusammenfassung

Abschnitt 1 dieses Kapitels konzentriert sich zunächst auf die westliche Diskussion eines Überflusses an Informationen. Ich werde auf die geographische und soziale Begrenzung dieser Überflussthese eingehen und sie damit selbst überflüssig machen. Indem ich meine Perspektive über westliche Kulturkreise hinaus ausweite, werde ich in Abschnitt 2 die Verteilung von Fernsehgeräten und Internet-Zugängen zwischen den USA und der Volksrepublik China vergleichen. Einige Beispiele aus westlichen Fernsehnachrichtensendungen und - Jahresrückblicken werden den Mangel der Berichterstattung über Asien in der gesamten zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts (in den USA und der Bundesrepublik Deutschland) und im ersten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts nachweisen. Untersuchungen aus der Volksrepublik China zeigen hingegen eine schwächere nationale Perspektive. In Abschnitt 3 erfordert dieser Vergleich eine Ergänzung der westlichen Einschätzung eines Informationsüberflusses durch eine umfassendere Berücksichtigung ganz unterschiedlicher Knappheiten an Wissen. Zusätzlich zu dieser Knappheitsthese sollten Zuverlässigkeitsgrade von Informationen in Frage gestellt und überprüft werden. Wir dürfen nicht annehmen, dass zeitgenössische westliche Interpretationen in globalen Kontexten als gültig anerkannt werden, noch dass es einfach ist, eine Einigung über globale Konzepte und Kontexte zu finden.

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© VS Verlag für Sozialwissenschaften | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH 2011

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  • Peter Ludes

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