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Bezugsrahmen zur Erklärung sozialer Ungleichheit und von Strukturmerkmalen sozialer Ausschließung

  • Maritza Le Breton

Zusammenfassung

Wie bereits dargelegt, ist das Phänomen der Feminisierung der Migration resp. der Migration von Frauen zwecks Sexarbeit im Kontext der internationalen und geschlechtsspezifischen Arbeitskräfteanwerbung zu verorten, welche mit dem „Weltmarkt für Arbeitsmarkt“ (Potts 1988), Ein- und Ausgrenzungsprozessen innerhalb von Nationalstaaten sowie mit dem kapitalistischen Weltsystem im Zusammenhang stehen. Das bedeutet allerdings nicht, dass das Phänomen der Frauenmigration für den internationalen Sexmarkt erst seit der Entstehung des Weltmarktes für Arbeitskraft besteht. Vielmehr ist davon auszugehen, dass spezifische Charakteristika und Erscheinungsformen eng mit der kapitalistischen Produktionsweise und einer nationalstaatlichen Identitäts- resp. Ausgrenzungspolitik verbunden sind (vgl. Le Breton/Fiechter 2005). Demnach wird die Lebens- und Arbeitssituation von migrierenden Sexarbeiterinnen als Folge eines spezifischen historischen, politischen und geographischen Prozesses verstanden, in dessen Zusammenhang soziale Differenzsetzungen konstitutiv für die Reproduktion gesellschaftlicher Verhältnisse sind. Vor diesem Hintergrund befassen sich die folgenden Ausführungen mit zentralen Achsen sozialer Ungleichheit, wie beispielsweise Geschlecht, Rassisierung, Ethnisierung und damit verbunden mit Prozessen sozialer Ein- und Ausschließung, welche wichtige Grundlagen für das Verständnis der Situation von migrierenden Sexarbeiterinnen im Basler Sexgewerbe darstellen.

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© VS Verlag für Sozialwissenschaften | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH 2011

Authors and Affiliations

  • Maritza Le Breton

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