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Der amerikanische Präsident

Chapter
Part of the Studienbücher Außenpolitik und Internationale Beziehungen book series (SAIB)

Zusammenfassung

Das amerikanische Präsidentenamt gilt zu Recht als eine der mächtigsten politischen Positionen weltweit. Das hängt erstens damit zusammen, dass die USA seit vielen Jahrzehnten unangefochtene Weltmacht sind und über erhebliche Machtmittel verfügen. Diese stehen dem Präsidenten zur Verfügung. Zweitens verfügt der Präsident über eine hohe Legitimation, weil er direkt gewählt ist. Drittens hat er in der politischen Auseinandersetzung mit der Legislative erhebliche Einflusschancen, seine Politik auch durchzusetzen. Gleichwohl kann er in der Außenpolitik nicht schalten und walten wie er will, sondern muss für seine Politik werben und andere davon überzeugen: die eigene Partei, die Legislative, die Öffentlichkeit – und andere Regierungen und Gesellschaften, wenn die USA internationale Führung übernehmen wollen. Der amerikanische Präsident wird unabhängig von der Legislative vom Volk – über ein Wahlleutekollegium – gewählt. Er ist Staatsoberhaupt, Regierungschef und Oberkommandierender der Streitkräfte in einer Person und spielt auch noch eine gewichtige Rolle im legislativen Prozess der USA. Dies bedeutet eine besonders starke Legitimation, um seine politischen Aufgaben zu erfüllen, die sich ihm als oberste Autorität der Exekutive (Chief Executive) und Oberbefehlshaber der Streitkräfte (Commander-in-Chief) stellen. Dazu gehören auch außenpolitische Planungen, Entscheidungen und Umsetzungen.

Literatur

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Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH 2017

Authors and Affiliations

  1. 1.Universität zu KölnKölnDeutschland

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