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Die amerikanisch-deutschen Beziehungen

  • Katharina Berninger
  • Thomas Jäger
Chapter
Part of the Studienbücher Außenpolitik und Internationale Beziehungen book series (SAIB)

Zusammenfassung

Geprägt sind die Beziehungen zwischen den USA und Deutschland von Asymmetrien, die den Handlungsspielraum der Regierungen mitbestimmen: Die kontinentale Lage der USA einerseits, die Einbindung Deutschlands in die europäische Staatenwelt andererseits. Die herausgehobene Bedeutung der USA in Weltwirtschaft und Weltpolitik und ihre ordnungssetzende Größe seit die industrielle Kraft des Landes entfesselt wurde. Die Einordnung Deutschlands in diese Gefüge, während gleichzeitig eigene Interessen verfolgt wurden. Die enorme kulturelle Anziehungskraft der USA, die weit stärker auf Deutschland wirkte, als die deutsche Kultur auf die USA. Es sind zwei ungleiche Staaten mit ungleichen Machtressourcen und häufig verschiedenen Interessenlagen – die sich jedoch in den letzten Jahrzehnten fest verbunden in der Staatengruppe des Westens befanden. Der Westen ordnet sich in den internationalen Beziehungen seit einigen Jahren neu. Die NATO wurde auf neue Herausforderungen ausgerichtet und ihre Zukunft ist umstritten (aber das war schon von Beginn an so). Die Verhandlungen um eine gemeinsame Freihandels- und Investitionszone, die zum TTIP-Vertrag führen sollten, blieben zumindest phasenweise schwer auf der Strecke liegen und es ist unklar, ob sie erfolgreich zu Ende geführt werden können. Die technologischen Innovationen wurden in beiden Staaten mit unterschiedlicher Schlagkraft genutzt, wie der NSA-Skandal verdeutlicht hat. Die wechselvolle Geschichte der Beziehungen zwischen den USA und Deutschland werden in den nächsten Jahren weitergehen; sie sind nicht an ihr Ende gekommen.

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Authors and Affiliations

  1. 1.Universität zu KölnKölnDeutschland

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