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Wissensgesellschaft und Wissensarbeit

  • Melanie B. Roski

Zusammenfassung

Die Entstehung neuer kooperativer Formen der Wissensgenerierung, unter Beteiligung von Akteuren und Organisationen aus dem Wissenschaftssystem und aus anderen gesellschaftlichen Teilsystemen, ist Ausdruck einer stärker werdenden Öffnung des Wissenschaftssystems nach außen. Die im zweiten Kapitel dargestellten Chancen und Risiken einer „Ökonomisierung“ der Wissenschaft und deren Auswirkungen auf die Art des generierten Wissens, das Forschungshandeln, wissenschaftliche Arbeitsprozesse und Arbeitsbedingungen sind die Folge eines gesamtgesellschaftlichen Wandels. Die „Verwissenschaftlichung“ anderer gesellschaftlicher Teilsysteme ist gleichermaßen Teil dieser Veränderungsprozesse. Nachdem im vorausgegangenen Kapitel das Forschungshandeln und die Bedingungen der Wissensgenerierung im Vordergrund standen, wird nachfolgend insbesondere die Wissensarbeit als charakteristische Form des Arbeitshandelns in der Wissensgesellschaft in den Blick genommen. Die Wissensgenerierung ist hier kein getrennt stattfindender Prozess, sondern in den Unternehmen integriert in das alltägliche Arbeitshandeln. Insbesondere in innovativen Branchen, wie z.B. der Biotechnologie, spielt Wissensarbeit eine herausragende Rolle. Die steigende volkswirtschaftliche Bedeutung von Wissen und Innovation macht sich allerdings branchenübergreifend bemerkbar. Trotz der thematischen Überschneidungen der beiden Debatten werden diese in der Regel getrennt voneinander geführt. Dabei sind die beiden Diskussionsstränge durchaus anschlussfähig. Eine synthetisierende Betrachtung bietet gerade für die Untersuchung der Forschungs- und Arbeitsbedingungen in Spin-offs wichtige Anhaltspunkte und Erkenntnisse. In Ergänzung zur Auseinandersetzung mit der Debatte um die Wissensgesellschaft erfolgt daher auch eine vertiefende Betrachtung der Kennzeichen von Wissensarbeit.

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© VS Verlag für Sozialwissenschaften | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH 2011

Authors and Affiliations

  • Melanie B. Roski

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