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Stilbruch. Die Methode Butler'scher Kritik

  • Eva von Redecker
Chapter
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Zusammenfassung

Dieses Kapitel ist ausdrücklich als eine Art ‚Leseanleitung‘ konzipiert, als ein Versuch, nicht über die Eigenwilligkeit von Butlers Texten hinweg geradewegs in den Inhaltstransfer zu springen. Es soll einige Vorbehalte abtragen, die der direkten Butlerlektüre entgegenstehen mögen und fehlende Vorraussetzungen überbrücken. Obwohl einiges dafür spricht, die ‚Schwierigkeit‘ von Butlers Texten schlichtweg abzustreiten – wie hätten sie denn so einmalige und breitenwirksame Euphorie hervorrufen können, wenn da nichts zu verstehen wäre – soll hier der umgekehrte Weg eingeschlagen und die vermeintliche Schwierigkeit unter die Lupe genommen werden. Die Aussichten sind gut, dass sie sich dabei auflösen – oder zumindest in ganz anderem Licht erscheinen. Das erste Unterkapitel wird von Butlers Sprachverständnis aus ihre Schreibweise beleuchten. Versteht man erst einmal die Effekte, die sie mit bestimmten Komplikationen erzielen will, mag es einfacher erscheinen, sich diesen auszusetzen. Eine weitere Schwelle bei der direkten Butlerrezeption kann sich daraus ergeben, dass sie fast durchgängig über andere Autor_innen operiert, sich ihre Fragen und Positionen über die Auseinandersetzung mit anderen Texten erschreibt. Das zweite Kapitel widmet sich den beiden für Butlers Werk besonders relevanten Methoden der Kritik, Genealogie und Dekonstruktion, und versucht aufzuzeigen, wie sich diese auf die Dramaturgie ihrer eigenen Texte – und das Ensemble der darin präsentierten Bezugsautor_innen – niederschlagen. Zwei weitere Charakteristika von Butlers Stil, ihre Vorliebe für unausgesetztes Fragen und ihre Abneigung, bestimmte grundlegende Leitwerte – das normative Fundament ihrer Theorie – preiszugeben, werden in Abschnitt 2.3. und 2.4. angegangen. Dabei soll zunächst Butlers allgemeines Kritikverständnis, ihre Vorstellung davon, wie sowohl theoretisch als auch existenziell Unruhe und Veränderung zu stiften ist, dargestellt werden. Im letzten Unterkapitel, zu dessen Ergänzung noch der Schluss dieses Buches herangezogen werden kann (Kapitel 5.4.), geht es dann genau um das Verhältnis, das sich aus der Perspektive des Kritikbegriffs zu dessen normativen Grundlagen ergibt.

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© VS Verlag für Sozialwissenschaften | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH 2011

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  • Eva von Redecker

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